KI-Systeme für Präsentationen im Vergleich

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Präsentationen erstellen: Welche KI passt zu dir?

KI-Systeme können dir bei Präsentationen helfen – aber welches System macht was? ChatGPT, Claude, Gemini, Perplexity und Copilot unterscheiden sich grundlegend in ihrer Arbeitsweise. Während manche Systeme Texte für deine Folien formulieren, arbeiten andere direkt mit deiner Präsentationssoftware zusammen. In diesem Artikel erfährst du, welches System zu deiner Arbeitsweise passt.

Die vier Arten von KI für Präsentationen

1️⃣ Struktur-KI – entwickelt Inhalte, Argumente und Dramaturgie
Beispiele: ChatGPT, Claude

2️⃣ Präsentations-KI – erstellt oder unterstützt Folien direkt in einer Präsentationssoftware
Beispiele: Gemini (Google Slides), Microsoft Copilot (PowerPoint)

3️⃣ Recherche-KI – liefert aktuelle Informationen, Zahlen und Quellen
Beispiel: Perplexity

4️⃣ Dokumenten-KI – analysiert umfangreiche Unterlagen und extrahiert zentrale Inhalte
Beispiel: NotebookLM (in diesem Artikel nicht behandelt)

ChatGPT – Der vielseitige Helfer für Struktur und Texte

ChatGPT ist ein KI-System von OpenAI, das über natürliche Sprache gesteuert wird. Du gibst deine Stichpunkte ein, und das System entwickelt daraus eine strukturierte Gliederung, formuliert Texte für deine Folien oder schlägt dir eine inhaltliche Dramaturgie vor. ChatGPT arbeitet nicht direkt mit Präsentationsprogrammen, sondern liefert dir Text-Output, den du dann in dein bevorzugtes Tool überträgst.

Die größte Stärke von ChatGPT liegt in der flexiblen Textarbeit: Das System kann komplexe Inhalte vereinfachen, Fachbegriffe für deine Zielgruppe aufbereiten oder verschiedene Formulierungsvarianten für dieselbe Folie vorschlagen. Besonders hilfreich ist die Möglichkeit, Sprechernotizen zu einzelnen Folien erstellen zu lassen – so hast du beim Vortrag deine Gedankenstütze parat.

Die kostenlose Version reicht für gelegentliche Präsentationen meist aus. Wenn du allerdings häufig längere Textpassagen verarbeitest oder Präsentationen mit vielen Folien entwickelst, stößt die Basis-Version an ihre Grenzen. ChatGPT Plus (etwa 20 Euro pro Monat) bietet Zugang zu leistungsfähigeren Modellen und schnellere Antwortzeiten – das lohnt sich besonders, wenn du regelmäßig komplexe Inhalte strukturieren musst.

Claude – Der analytische Partner für strukturierte Inhalte

Claude ist ein KI-System von Anthropic und arbeitet ähnlich wie ChatGPT: Du gibst eine Beschreibung deines Vortragsthemas ein, und das System entwickelt eine Gliederung oder formuliert Inhalte. Der Unterschied liegt in der Arbeitsweise: Während ChatGPT besonders vielseitig ist, konzentriert sich Claude darauf, komplexe Inhalte klar zu strukturieren und Zusammenhänge verständlich darzustellen.

Claude wird oft dort eingesetzt, wo es darum geht, umfangreiches Material zu sichten und in eine präsentierbare Form zu bringen. Wenn du etwa aus einem längeren Projektbericht eine kompakte Präsentation entwickeln willst, kann Claude die Kernbotschaften extrahieren und in eine sinnvolle Reihenfolge bringen. Die Artefakte-Funktion zeigt dir Gliederungen und Textentwürfe übersichtlich neben dem Chat an – das erleichtert die Weiterverarbeitung.

Die kostenlose Version von Claude erlaubt eine begrenzte Anzahl von Anfragen pro Tag. Für gelegentliche Präsentationen reicht das häufig aus. Claude Pro (etwa 18 Euro pro Monat) bietet fünfmal mehr Nutzungskapazität und Zugang zu erweiterten Funktionen – besonders sinnvoll, wenn du regelmäßig komplexe Fachthemen aufbereiten musst oder große Dokumente als Grundlage für deine Präsentation analysieren willst.

Gemini – Die KI mit direkter Google-Slides-Anbindung

Gemini ist das KI-System von Google und unterscheidet sich von ChatGPT und Claude durch seine direkte Integration in Google Workspace. Wenn du mit Google Slides arbeitest, kann Gemini nicht nur Inhalte formulieren, sondern auch direkt Folien in deiner Präsentation erstellen oder bestehende Inhalte überarbeiten. Das System greift dabei auf die Google-Dienste zu, die du bereits nutzt – etwa auf Dokumente in Google Drive oder Informationen aus Google Kalender.

Die größte Stärke von Gemini liegt in dieser nahtlosen Verzahnung: Du kannst im Chat-Fenster arbeiten und siehst die Änderungen direkt in deiner Präsentation. Das spart Zeit, weil du keine Texte manuell übertragen musst. Gemini eignet sich besonders für Nutzer, die ohnehin im Google-Ökosystem arbeiten und ihre Präsentationen dort ablegen.

Die Basis-Nutzung von Gemini ist kostenlos, allerdings mit Einschränkungen bei der Häufigkeit der Anfragen. Für intensivere Nutzung gibt es Gemini Advanced (etwa 20 Euro pro Monat), das mehr Anfragen erlaubt und Zugang zu leistungsfähigeren Modellen bietet. Für Präsentationen, die du regelmäßig aktualisierst oder bei denen du mit anderen im Team arbeitest, kann sich das lohnen.

Perplexity – Die Recherche-KI für aktuelle Zahlen und Fakten

Perplexity unterscheidet sich grundlegend von den anderen hier vorgestellten Systemen: Es ist keine KI für Textformulierung oder Strukturierung, sondern spezialisiert auf die Suche nach aktuellen Informationen. Wenn du für deine Präsentation aktuelle Zahlen, Studien oder Hintergrundinformationen brauchst, durchsucht Perplexity das Web und liefert dir Antworten inklusive Quellenangaben.

Die Stärke von Perplexity liegt darin, dass du nicht selbst durch Suchergebnisse klicken musst – das System fasst die gefundenen Informationen zusammen und zeigt dir die Quellen direkt an. Das ist besonders hilfreich, wenn du aktuelle Entwicklungen in deiner Präsentation berücksichtigen willst oder wenn du belastbare Daten für deine Argumentation brauchst.

Perplexity ist in der Basis-Version kostenlos nutzbar. Die Pro-Version (etwa 20 Euro pro Monat) bietet erweiterte Recherchemöglichkeiten, mehr Anfragen pro Tag und Zugriff auf verschiedene KI-Modelle. Für die meisten Präsentationsprojekte reicht die kostenlose Version aus – es sei denn, du musst häufig umfangreiche Recherchen für mehrere Präsentationen parallel durchführen.

Microsoft Copilot – Die integrierte Lösung für PowerPoint

Microsoft Copilot ist direkt in PowerPoint integriert und arbeitet anders als die bisher vorgestellten Systeme: Du bleibst in deiner gewohnten Arbeitsumgebung und rufst die KI-Funktionen direkt aus PowerPoint heraus auf. Copilot kann Präsentationen aus Word-Dokumenten erstellen, Folien umgestalten, Texte formulieren oder Designvorschläge machen – alles innerhalb der bekannten Microsoft-Oberfläche.

Die größte Stärke von Copilot liegt in der nahtlosen Integration: Wenn du bereits mit Microsoft 365 arbeitest, fügt sich Copilot in deine bestehenden Arbeitsabläufe ein. Du kannst etwa aus einem Word-Bericht mit einem Klick eine PowerPoint-Präsentation generieren lassen, ohne zwischen verschiedenen Tools wechseln zu müssen. Copilot greift dabei auch auf andere Microsoft-Dienste zu – etwa auf E-Mails, Notizen oder Teams-Gespräche.

Copilot ist nicht in der Standard-Version von Microsoft 365 enthalten. Du benötigst ein separates Copilot-Pro-Abonnement (derzeit etwa 22 Euro pro Monat). Das lohnt sich besonders, wenn du regelmäßig mit PowerPoint arbeitest und den Mehrwert der KI-Unterstützung über verschiedene Microsoft-Anwendungen hinweg nutzen möchtest. Für Gelegenheitsnutzer ist der Aufpreis möglicherweise zu hoch.

Vergleich auf einen Blick

SystemTypIntegrationKosten (ca.)Datenschutz
ChatGPTStruktur-KIÜber Plugins (Canva)Kostenlos / 20 €/MonatUS-basiert
ClaudeStruktur-KIKeine direkte IntegrationKostenlos / 18 €/MonatUS-basiert
GeminiPräsentations-KIGoogle Slides nativKostenlos / 20 €/MonatEU-Server verfügbar
PerplexityRecherche-KIKeine direkte IntegrationKostenlos / 20 €/MonatUS-basiert
CopilotPräsentations-KIPowerPoint nativ22 €/Monat (nur Pro)EU-Server, Enterprise

Welches System passt zu deiner Arbeitsweise?

ChatGPT ist die richtige Wahl, wenndu flexibel mit verschiedenen Präsentationsprogrammen arbeitest und Wert auf vielseitige Textformulierung legst. Die kostenlose Version reicht für gelegentliche Präsentationen meist aus.

Claude eignet sich besonders, wenndu komplexe Fachinhalte oder längere Dokumente in eine verständliche Präsentation umwandeln willst. Claude strukturiert systematisch und zeigt dir Entwürfe übersichtlich in Artefakten an.

Gemini ist sinnvoll, wenndu mit Google Slides arbeitest und die KI direkt in deiner Präsentation wirken soll. Die nahtlose Integration spart Zeit beim Übertragen von Texten.

Perplexity brauchst du, wenndeine Präsentation aktuelle Zahlen, Studien oder Quellen benötigt. Perplexity recherchiert und fasst Informationen aus dem Web zusammen – das spart dir Zeit bei der Faktensuche.

Copilot lohnt sich, wenndu bereits intensiv mit Microsoft 365 arbeitest und die KI-Unterstützung nahtlos in deinen PowerPoint-Workflow integrieren möchtest. Die native Integration spart Umwege.

Kombinierte Nutzung – die praktische Realität

In der Praxis nutzen viele Menschen mehrere Systeme parallel: Perplexity für die Recherche von Zahlen und Fakten, ChatGPT oder Claude für die inhaltliche Struktur und Gemini oder Copilot für die finale Umsetzung in Folien. Diese Kombination ist völlig normal und nutzt die jeweiligen Stärken optimal aus.

Wichtig ist: Du musst dich nicht von Anfang an festlegen. Die meisten Systeme bieten kostenlose Versionen – probiere aus, welches zu deiner Arbeitsweise passt. Viele Nutzer starten mit der kostenlosen Version von ChatGPT oder Claude und erweitern später auf ein System mit direkter Präsentationsintegration, wenn sie die Arbeitsweise für sich entdeckt haben.

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