Akku schonen – was wirklich hilft

Viele Akkutipps kursieren – aber nicht alle stimmen. Was den Handy-Akku wirklich schont und was getrost ignoriert werden kann.

WLAN, Akku & Updates

Kurz & bündig
Der größte Akkuverbrauch entsteht durch helles Display, Navigation, Videostreaming und mobiles Internet in Gebieten mit schlechtem Empfang. Wer den Bildschirm etwas dunkler stellt und WLAN statt Mobilfunk nutzt, merkt den Unterschied bereits am selben Tag. Ob man Apps im Hintergrund schließt oder WLAN ausschaltet wenn man es nicht braucht – das bringt deutlich weniger als häufig behauptet wird.

Vier Dinge die wirklich helfen – und zwei die es nicht tun

Das Handy ist um 14 Uhr auf 30 Prozent, dabei hat man es kaum benutzt. Irgendjemand hat gesagt man soll alle Apps schließen, eine andere Person meinte Bluetooth sei schuld. Beides stimmt nur bedingt. Was tatsächlich den Unterschied macht, ist überschaubar – und lässt sich auf wenigen Einstellungen zusammenfassen.

Was wirklich hilft:

1. Display-Helligkeit reduzieren: Das Display ist der größte Stromverbraucher am Handy – mehr als WLAN, Bluetooth und GPS zusammen. Wer die Helligkeit von 100 auf 50 Prozent reduziert, verlängert die Akkulaufzeit spürbar. Auf dem iPhone wischt man von oben rechts nach unten und zieht den Helligkeitsregler (Sonne-Symbol) nach unten. Auf Android wischt man von oben nach unten und macht dasselbe. Die automatische Helligkeit (das Handy passt selbst an) ist eine gute Mittelwahl – auf dem iPhone unter Einstellungen → Bedienungshilfen → Anzeige & Textgröße → Automatische Helligkeit einschalten. Auf Android meist unter Einstellungen → Anzeige → Adaptive Helligkeit.

2. WLAN statt Mobilfunk nutzen: Das Handy sucht ständig nach dem besten Mobilfunksignal – in Gebieten mit schlechtem Empfang verbraucht es dabei erheblich mehr Strom als in Gebieten mit gutem Empfang. Wer zu Hause im WLAN ist, entlastet den Akku spezifisch weil das Gerät nicht mehr nach Mobilfunktürmen sucht.

3. Standort-Dienste gezielt einschränken: GPS und Standortbestimmung kosten Strom – besonders wenn Apps ihn im Hintergrund abfragen. Auf dem iPhone unter Einstellungen → Datenschutz → Ortungsdienste lässt sich für jede App einstellen ob sie immer, nur bei Nutzung oder nie den Standort kennen darf. Auf Android unter Einstellungen → Standort → App-Berechtigungen. Apps die man selten nutzt, brauchen den Standort meistens gar nicht.

4. Energiesparmodus einschalten wenn der Akku niedrig wird: Beide Betriebssysteme bieten einen Energiesparmodus der automatisch Hintergrundaktivitäten reduziert. Auf dem iPhone unter Einstellungen → Batterie → Energiesparmodus. Auf Android unter Einstellungen → Akku → Energiesparen. Das Handy wird in diesem Modus etwas langsamer und schickt keine Benachrichtigungen im Hintergrund – aber es hält deutlich länger durch.

Hinweis
Zwei Akkutipps die weit verbreitet sind, aber kaum etwas bringen: Apps manuell schließen (beide Betriebssysteme verwalten Hintergrundapps selbst, das manuelle Schließen kostet beim nächsten Start sogar mehr Energie) und WLAN ausschalten wenn man es nicht nutzt (der Verbrauch durch inaktives WLAN ist minimal). Was den Akku langfristig schädigt: dauerhaftes Laden auf 100 Prozent und tiefes Entladen auf 0 Prozent. Wer den Akku möglichst lange leistungsfähig halten möchte, lädt zwischen 20 und 80 Prozent. iPhone hat dafür unter Einstellungen → Batterie → Akku-Zustand & Laden → Optimiertes Laden eine automatische Funktion.

Tipp
Wer wissen möchte welche App am meisten Strom verbraucht: Auf dem iPhone unter Einstellungen → Batterie erscheint eine Liste der Apps mit ihrem Verbrauch der letzten 24 Stunden oder 10 Tage. Auf Android unter Einstellungen → Akku → Akkuverbrauch. Oft ist eine einzige App für einen großen Teil des Verbrauchs verantwortlich – das lässt sich dann gezielt einschränken.

Als nächstes: Updates – viele schieben sie auf weil sie nicht wissen was sie bringen. Dabei sind sie kürzer als man denkt und wichtiger als die meisten vermuten.

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