Neonmotiv zum Vergleich von KI-Systemen

Welche KI passt zu welcher Frage? Fünf Systeme im Vergleich.

Welche KI passt zu welcher Frage? Fünf Systeme im Vergleich.

Nicht das beste System gesucht, sondern das passende. Fünf Wenn-dann-Antworten für den ersten Test.

KI im Alltag

Kurz & bündig

Frage:
Welches KI-System passt als erster Test zu meiner Aufgabe?
Antwort:
Beim Schreiben und Erklären sind die fünf Systeme für den Einstieg austauschbar. Wähle nach dem, was dir wichtig ist: Zugang ohne Konto, Quellen, Google-Dienste oder ein vorsichtiger Umgang mit deinen Daten.

Fünf Namen, viele ähnliche Versprechen. Ein fairer Vergleich sagt nicht „dieses System schreibt schöner“. Solche Eindrücke hängen von Aufgabe und Tagesform ab. Wir vergleichen deshalb nur das, was sich belegen lässt.

So haben wir verglichen

Stand 26.09.2026, Webangebote in Deutschland, jeweils der kostenlose Plan. Grundlage sind die offiziellen Hilfe- und Datenschutzseiten der Anbieter. Dazu kommt ein gleicher Versuch in ChatGPT und Gemini (siehe Teil 1). Die Antwortqualität haben wir nicht benotet.

Und Muse von Meta?

Meta hat am 8. September 2026 den KI-Agenten „Muse“ vorgestellt. Er kann laut Meta E-Mails schreiben, Reisen buchen und Formulare ausfüllen. Er ist bisher nur in den USA verfügbar. Für Deutschland und die EU hat Meta keinen Starttermin genannt (Stand 26.09.2026). Deshalb steht Muse nicht im Vergleich. Sobald es hier startet, prüfen wir es – ein Agent, der selbst handelt, ist etwas anderes als ein Chat, der antwortet.

Wenn du … dann …

… ohne Konto loslegen willst: ChatGPT oder Perplexity. Beide lassen sich laut Anbieter ohne Anmeldung nutzen. Bei Perplexity bleibt so eine Sitzung nur 14 Tage erhalten. Claude und DeepSeek brauchen ein Konto. Bei Gemini gehen einige Funktionen ohne Anmeldung, für den Verlauf brauchst du ein Google-Konto.

… wissen willst, woher eine Angabe stammt: Perplexity. Jede Antwort enthält nummerierte Quellen mit Links. Bei ChatGPT und Gemini kam die Quelle in unserem Versuch, weil wir danach gefragt haben. Frag dort immer: „Nenne die Quelle mit Link und Datum.“ Öffne den wichtigsten Link selbst.

… deine Google-Dienste einbeziehen willst: Gemini. Google beschreibt Verbindungen zu Maps, Gmail, Kalender sowie Flügen und Hotels. Du brauchst dafür ein Konto und musst „Aktivitäten speichern“ eingeschaltet lassen. Buchen kann Gemini nichts.

… ein Dokument lesen lassen willst: Alle fünf können das. Der Unterschied liegt in der kostenlosen Menge. ChatGPT nennt drei Datei-Uploads pro Tag. Perplexity nennt ein Wochenkontingent. Claude und DeepSeek nennen für den Gratis-Zugang keine feste Zahl. Lade nur Dateien hoch, die kein Geheimnis enthalten.

… selbst steuern willst, was gespeichert wird: ChatGPT bietet „Temporärer Chat“. Claude bietet den Inkognito-Modus (Geist-Symbol oben rechts, Gespräche werden trotzdem bis zu 30 Tage aufbewahrt). Bei Gemini schaltest du „Aktivitäten speichern“ aus. Perplexity hat einen Inkognito-Modus und den Schalter „AI data retention“.

… nur etwas Harmloses ausprobieren willst und Persönliches nie eingibst: dann ist auch DeepSeek möglich. Es speichert alle Eingaben in China und nutzt sie zum Training. Für Gesundheit, Geld oder deinen Namen bleibt es außen vor.

Auf einen Blick

SystemOhne Konto testbar?Verlauf steuerbar über
ChatGPTja, laut OpenAITemporärer Chat, Datenkontrollen
ClaudeneinInkognito-Chat, Datenschutz-Einstellungen
Geminiteilweise„Aktivitäten speichern“
Perplexityja (14 Tage)Inkognito, „AI data retention“
DeepSeekneinkeine Einstellung belegt; Speicherung in China

Stand: 26.09.2026.

Was bei allen gleich ist

Alle fünf verstehen normale Sprache und formulieren Texte um. Alle können sich irren, besonders bei Recht, Gesundheit und Geld. Ein Link macht eine Aussage nicht richtig. Öffne die wichtigste Quelle und prüfe Datum und Absender.

So startest du mit jedem System

01

Öffne die offizielle Adresse selbst im Browser. Suche nicht über eine Suchmaschine, dort gibt es Seiten mit ähnlichem Namen.

02

Wähle bei Cookies „nur notwendige“.

03

Stell eine harmlose Frage ohne Persönliches, zum Beispiel die aus Teil 1.

04

Öffne die wichtigste Quelle.

Die Besonderheiten jedes Systems zeigen die Anleitungen: ChatGPT · Claude · Gemini · Perplexity · DeepSeek.

Was KI hier nicht kann.

Ein Vergleich wie dieser ist eine Momentaufnahme. Anbieter ändern Funktionen, Grenzen und Anmeldewege. Wenn dir eine Funktion wichtig ist, lies vor dem Start die Hilfeseite des Anbieters.

Merksatz: Das passende System ist das, dessen Funktionen und Grenzen zu deinem nächsten Schritt passen.
Stand-Kasten: Recherche 26.09.2026 · Quellen: help.openai.com, support.claude.com, support.google.com/gemini, perplexity.ai/help-center, deepseek.com und cdn.deepseek.com/policies · Preise stehen bewusst nicht im Text, die deutschen Euro-Preise waren bei der Recherche nicht belegbar (siehe LIES-MICH).
Diese Serie
KI im Alltag nutzen

Fünf KI-Systeme, ein Eingabefeld – aber nicht dieselbe Hilfe.

22. Mai 2026
KI im Alltag nutzen

ChatGPT: kostenlos starten, Verlauf selbst bestimmen.

22. Mai 2026
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Claude: Konto anlegen und Gespräche im Inkognito-Modus führen.

22. Mai 2026
KI im Alltag nutzen

Gemini: mit Google-Konto starten, Aktivität im Blick behalten.

22. Mai 2026
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Perplexity: Antworten mit Quellen – ohne Konto starten.

15. September 2026
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DeepSeek: kostenlos testen und Daten bewusst schützen.

21. September 2026
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