ChatGPT, Claude oder Gemini für Designberatung – welche KI passt?

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ChatGPT, Claude oder Gemini für Designberatung – welche KI passt?

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Kurz & bündig

Welches KI-System gibt mir die besten Designempfehlungen?

Für die meisten Alltagsprojekte – Flyer, Einladungen, Deckblätter – sind alle drei brauchbar. Aber mit Unterschieden: ChatGPT liefert schnell strukturierte Empfehlungen und ist gut darin, mehrere Optionen auf einmal zu zeigen. Claude erklärt seine Empfehlungen ausführlicher und geht auf Stilfragen besonders präzise ein – hilfreich, wenn der Eindruck sehr genau passen muss. Gemini ist praktisch, wenn du dein Design in Google Docs oder Google Slides umsetzen möchtest. Perplexity ist kein Designberater, sondern eine Suchmaschine – nützlich, wenn du zuerst Inspiration suchen willst.

Wer zum ersten Mal eine KI um Designtipps bittet, stellt schnell fest: Die Systeme unterscheiden sich weniger darin, ob sie nützliche Empfehlungen geben – das tut jedes –, sondern darin, wie konkret sie werden, wie gut sie auf den Anlass eingehen und ob sie erklären, warum eine Farbe oder Schrift passt. Gerade wenn ein Design eine bestimmte Wirkung erzielen soll, machen diese Unterschiede etwas aus.

ChatGPT – der Allrounder für schnelle Entwürfe

ChatGPT ist beim Thema Design gut aufgestellt. Das System kennt die grundlegenden Prinzipien der Gestaltung – Farbharmonie, Typografie, Bildaufbau – und gibt bei einem klaren Auftrag in Sekunden eine strukturierte Antwort. Wer verschiedene Optionen sehen möchte (einmal festlich, einmal modern, einmal schlicht), bekommt das mit ChatGPT gut hin. Die Empfehlungen sind in den meisten Fällen als Ausgangspunkt gut verwendbar.

Wo ChatGPT gelegentlich an Grenzen stößt: Bei sehr spezifischen Stimmungsvorgaben – zum Beispiel „warm, aber nicht verspielt“ oder „professionell, aber trotzdem persönlich“ – braucht es manchmal zwei bis drei Runden, bis die Empfehlung wirklich trifft. Das ist kein Problem, wenn man bereit ist, ein bisschen nachzufragen.

ChatGPT verarbeitet Daten auf Servern in den USA. Auf den kostenlosen und mittleren Tarifen besteht kein EU-Auftragsverarbeitungsvertrag. Wer möchte, kann in den Einstellungen das Training mit eigenen Daten deaktivieren.

Claude – der Erklärer für Stilfragen

Claude von Anthropic hat eine besondere Stärke, die bei einfachen Flyer-Fragen kaum auffällt, bei Projekten, bei denen der Ton sehr genau stimmen muss, fällt das auf: Claude erklärt nicht nur, was es empfiehlt, sondern auch warum. Wenn du fragst, warum Salbeigrün und Cremeweiß für eine elegante Einladung besser passen als Mintgrün und Reinweiß, bekommst du eine Antwort, die du verstehst und beim nächsten Projekt selbst anwenden kannst.

Das macht Claude besonders gut für: Projekte, bei denen die Wirkung sehr genau passen muss (eine feierliche Traueranzeige, eine seriöse Vereinskommunikation, eine persönliche Einladung, die nicht nach Vorlage aussehen soll). Claude ist auch stark, wenn du das Design in mehreren Runden entwickeln möchtest und einzelne Elemente verfeinern willst, ohne dass das System alles neu ansetzt.

Für Pro-Nutzer steht seit Januar 2025 ein EU-Auftragsverarbeitungsvertrag zur Verfügung. Die Server stehen in den USA; Enterprise-Kunden können Frankfurt als Serverstandort wählen.

Gemini – wenn du in Google Docs oder Slides arbeitest

Gemini von Google hat eine Nische, in der kein anderes System mithalten kann: die direkte Integration in Google Docs, Google Slides und Gmail. Wenn du ein Dokument in Google Docs geöffnet hast und auf „Mit Gemini schreiben“ klickst, kann Gemini direkt im Dokument helfen – und auf Designfragen eingehen, während du arbeitest. Wer sein Deckblatt oder seinen Flyer ohnehin in Google Slides erstellt, findet hier den reibungslosesten Einstieg.

Für reine Designberatung außerhalb des Google-Ökosystems ist Gemini solide, aber nicht die erste Wahl, wenn es um sehr präzise Stilfragen geht. Geminis eigentlicher Vorteil liegt in der Verzahnung mit Google – und die lohnt sich vor allem, wenn man dort ohnehin zu Hause ist.

Gemini läuft auf Google-Servern in den USA. Ein Opt-out vom Training ist über die Gemini-Apps-Aktivität in den Google-Kontoeinstellungen möglich.

Perplexity – für die Inspirationssuche zuerst

Perplexity gehört in einen anderen Zusammenhang: Es ist eine KI-Suchmaschine, kein Designberater. Wer noch gar nicht weiß, wie sein Flyer aussehen soll, und erst mal schauen möchte, was andere in ähnlichen Situationen gemacht haben, ist mit Perplexity gut bedient. Die eigentliche Designberatung – Farbempfehlungen, Schriften, Aufbau – übernimmt Perplexity nicht.

Vergleich auf einen Blick

SystemStärke bei DesignberatungKostenDatenschutz
ChatGPTSchnelle, strukturierte Empfehlungen; gut für OptionsvergleicheKostenlos; Go: €8/Mo; Plus: €23/Mo (Stand: 06/2026, Quelle)US-Server; Training-Opt-out in Einstellungen möglich; kein EU-AVV auf Free/Plus
ClaudeErklärt Empfehlungen; präzise bei Stilfragen; gut für iteratives VerfeinernKostenlos (begrenzt); Pro: ca. €20–21/Mo inkl. MwSt (Stand: 06/2026, Quelle)US-Server; EU-AVV für Pro seit Jan. 2025 verfügbar; Training-Opt-out möglich
GeminiGoogle-Integration; gut für Arbeit direkt in Docs oder SlidesGoogle One AI Premium: €21,99/Mo inkl. 2 TB Speicher (Stand: 06/2026, Quelle)Google-Server USA; Opt-out über Gemini-Apps-Aktivität möglich
PerplexityNicht für Designberatung – nur für Inspirationssuche davorKostenlos; Pro: ca. $20/Mo (Stand: 06/2026)US-Server; Datenschutz-Dokumentation weniger transparent

Welches System passt zu dir?

ChatGPT ist sinnvoll, wenn

du schnell Designempfehlungen brauchst und gerne mehrere Optionen siehst, bevor du dich entscheidest. ChatGPT liefert zügig strukturierte Vorschläge und ist gut darin, auf Wunsch verschiedene Varianten zu zeigen – einmal festlich, einmal modern, einmal schlicht. Für den Großteil praktischer Gestaltungsaufgaben ist das vollkommen ausreichend.

Claude ist sinnvoll, wenn

die Wirkung deines Designs sehr genau passen muss – bei einer feierlichen Einladung, die persönlich und nicht wie eine Vorlage klingen soll, bei Vereinskommunikation, die Seriosität ausstrahlen muss, oder wenn du verstehen möchtest, warum eine Empfehlung gut ist. Claude ist auch die bessere Wahl, wenn du in Runden arbeitest und gezielt einzelne Elemente verändern möchtest.

Gemini ist sinnvoll, wenn

du dein Design in Google Docs oder Google Slides erstellst und die KI-Unterstützung direkt dort haben möchtest – ohne zwischen Programmen zu wechseln. Wer im Google-Ökosystem zu Hause ist, findet mit Gemini den reibungslosesten Einstieg.

Perplexity ist sinnvoll, wenn

du noch gar keine Idee hast, wie dein Flyer oder deine Einladung aussehen soll, und erst mal Beispiele und Inspiration suchen möchtest. Die eigentliche Designberatung holst du dir danach bei einem der anderen drei Systeme.

Was dich in Ebene 3 erwartet

Für ChatGPT, Claude und Gemini gibt es jeweils eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit kopierbaren Prompts für typische Gestaltungsaufgaben – vom Vereinsflyer über die Geburtstagseinladung bis zum Deckblatt. Du findest dort auch Hinweise, wo die jeweilige KI ihre Grenzen hat und wie du typische Stolperstellen vermeidest.

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