WhatsApp sicherer machen: Neue Schutzfunktionen vom August 2026
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WhatsApp sicherer machen: Neue Schutzfunktionen vom August 2026

Schutzfunktionen

Kurz & bündig

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Was ist bei WhatsApp neu?

Frage:
Welche neuen Sicherheitsfunktionen hat WhatsApp im August 2026 angekündigt?
Antwort:
Meta nennt drei Neuerungen: ein längeres alphanumerisches Passwort für die Zwei-Schritt-Verifizierung, zusätzlichen Kontext bei Anrufen unbekannter Nummern auf Android und mehrere Passkeys für Menschen, die WhatsApp auf Android und iOS nutzen. Einen genauen Rolloutplan nennt Meta in der Veröffentlichung nicht. Hilfecenter und App können deshalb noch unterschiedliche Ansichten zeigen. Die Funktionen stärken die Kontosicherheit, verhindern aber nicht jede Betrugsmasche.

Mehr Schutz – aber kein Grund, jede Anfrage zu bestätigen

Ein Konto kann technisch gut geschützt sein und trotzdem durch Täuschung in Gefahr geraten. Das passiert zum Beispiel, wenn eine bekannte Person scheinbar um Hilfe bei einer Abstimmung bittet. Hinter dem Link sollen dann eine Telefonnummer, ein Code oder eine Geräteverknüpfung bestätigt werden.

Die neuen Funktionen setzen an verschiedenen Stellen an: beim Schutz nach einem abgegriffenen Einmalcode, bei der Einordnung unbekannter Anrufe und beim sicheren Anmelden. Sie nehmen dir aber nicht die Entscheidung ab, ob eine Nachricht, ein Anruf oder eine Verknüpfungsanfrage wirklich vertrauenswürdig ist.

Die drei Neuerungen vom 25. August 2026

1. Ein richtiges Passwort für die Zwei-Schritt-Verifizierung

Bisher bestand die Zwei-Schritt-Verifizierung laut Meta aus einer sechsstelligen PIN. Künftig soll ein längeres Passwort möglich sein – mit Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Diese zusätzliche Schutzschicht soll eine Kontoübernahme erschweren, selbst wenn jemand den einmaligen Registrierungscode erlangt hat.

2. Mehr Kontext bei unbekannten Anrufen auf Android

Bei einem Anruf von einer nicht gespeicherten Nummer sollen Android-Nutzerinnen und -Nutzer zusätzliche Hinweise sehen. Meta nennt als Beispiele ein anderes Land und gemeinsame Gruppen. Das kann helfen, vor dem Abheben kurz innezuhalten.

Der Hinweis ist keine Echtheitsbestätigung. Eine Nummer aus demselben Land oder eine gemeinsame Gruppe beweist nicht, dass der Anruf seriös ist.

3. Mehrere Passkeys bei Android und iOS

Ein Passkey ermöglicht die Anmeldung mit Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Gerätecode, ohne einen per Nachricht zugestellten Code eingeben zu müssen. Wer WhatsApp sowohl auf Android als auch auf iOS nutzt, kann laut Meta nun mehr als einen Passkey zum Konto hinzufügen. Der Einstieg befindet sich laut Meta unter Einstellungen > Konto/Account (je nach App-Sprache) > Passkeys, sobald die Funktion in deiner App angezeigt wird.

Prüfblock: Das kannst du heute schon tun

  1. WhatsApp aktualisieren: Installiere Updates nur über den offiziellen App-Store deines Geräts.
  2. Zwei-Schritt-Verifizierung prüfen: Öffne Einstellungen > Konto/Account (je nach App-Sprache) > Verifizierung in zwei Schritten. Wenn dir schon das neue Passwort angeboten wird, nutze ein langes, eigenes Passwort, das du nirgendwo sonst verwendest.
  3. Passkeys ansehen: Prüfe unter Einstellungen > Konto/Account (je nach App-Sprache) > Passkeys, was in deiner App angeboten wird. Richte nur Passkeys auf Geräten ein, die dir gehören und mit einer Displaysperre geschützt sind.
  4. Verknüpfte Geräte kontrollieren: Öffne Einstellungen > Verknüpfte Geräte. Melde unbekannte Geräte sofort ab.
  5. Codes geheim halten: Gib einen Registrierungs-, Verifizierungs- oder Kopplungscode niemals in eine fremde Internetseite ein und teile ihn mit niemandem.
  6. Unerwartete Bitte gegenprüfen: Ruft eine bekannte Person angeblich zur Abstimmung, Geräteverknüpfung oder Geldhilfe auf, frage über eine bereits bekannte Telefonnummer nach.

Zwei Betrugswege, die du getrennt erkennen solltest

Der Einmalcode wird abgegriffen

Kriminelle bringen dich dazu, einen sechsstelligen Registrierungs- oder Verifizierungscode weiterzugeben. Mit diesem Code versuchen sie, dein Konto auf einem anderen Gerät zu registrieren. Die stärkere Zwei-Schritt-Verifizierung soll genau hier eine zusätzliche Hürde schaffen.

Ein fremdes Gerät wird verknüpft

Bei einer anderen Variante bestätigst du unbemerkt die Kopplung eines Geräts, das den Kriminellen gehört. Die Polizeiliche Kriminalprävention beschreibt etwa Fake-Abstimmungen, bei denen Betroffene zur Codeeingabe oder zur Verbindung eines weiteren Geräts gedrängt werden. Dann kann ein fremdes Gerät Zugriff erhalten, obwohl die Verschlüsselung selbst nicht „geknackt“ wurde.

Ein Passkey oder ein starkes Passwort ist deshalb kein Freibrief: Bestätige eine Geräteverknüpfung nur, wenn du sie selbst direkt in WhatsApp begonnen hast.

Der kurze Kontoschutz-Satz

Ein Code ist ein Schlüssel, keine Abstimmhilfe. Eine Geräteverknüpfung startest du nur selbst in WhatsApp – niemals über einen Link aus einer Nachricht.

Warum du die Funktion vielleicht noch nicht siehst

Stand: 1. September 2026. Meta hat die Neuerungen am 25. August 2026 vorgestellt, nennt in der Veröffentlichung aber keinen genauen Rolloutplan. Deshalb lässt sich daraus kein Termin für ein bestimmtes Gerät oder Konto ableiten. Hilfecenter und App können noch voneinander abweichen; auch Menübezeichnungen und sichtbare Optionen können je nach Plattform, App-Version und App-Sprache unterschiedlich aussehen.

Wenn bei dir noch die bisherige sechsstellige PIN angezeigt wird, lass sie aktiviert und halte WhatsApp aktuell. Lade keine angebliche „Sicherheits-App“ aus einer Nachricht herunter und folge keinem Link, der verspricht, den Rollout zu beschleunigen.

Was tun, wenn dein Konto übernommen oder ein fremdes Gerät verknüpft wurde – und wo liegen Grenzen?

Jetzt handeln

  1. Öffne Verknüpfte Geräte und melde unbekannte Sitzungen ab, sofern du noch Zugriff hast.
  2. Nutze die offiziellen WhatsApp-Hilfeschritte zur Wiederherstellung eines kompromittierten Kontos. Dort beschreibt WhatsApp die erneute Registrierung mit dem sechsstelligen Code, der an deine Telefonnummer gesendet wird.
  3. Informiere deine Kontakte über einen anderen Kanal, dass Nachrichten von deinem Konto vorübergehend falsch sein können.
  4. Wenn Geld gefordert oder überwiesen wurde, kontaktiere Bank beziehungsweise Zahlungsdienst sofort und erstatte Anzeige bei der Polizei.
  5. Ändere auch das Passwort des zugehörigen E-Mail-Kontos, wenn du vermutest, dass es mitbetroffen ist.

Grenzen der neuen Funktionen

Die Angaben zu den Funktionen stammen von Meta und sind kein unabhängiger Wirksamkeitsnachweis. Passkeys schützen nicht vor jeder Form von WhatsApp-Betrug. Auch Anrufkontext, ein starkes Passwort und die Zwei-Schritt-Verifizierung verhindern nicht sicher, dass jemand freiwillig Geld überweist, einen Link öffnet oder eine fremde Geräteverknüpfung bestätigt.

Quellen

Quellen- und Funktionsstand: 1. September 2026.

Zum Mitnehmen

Nutze neue Schutzfunktionen, sobald sie in deiner App erscheinen. Noch wichtiger bleibt die kleine Pause vor einer Bestätigung: keinen Code teilen, keine fremde Verknüpfung erlauben und unerwartete Bitten über einen bekannten Weg prüfen.

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