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„ChatGPT, Claude, Gemini oder Perplexity – welche KI passt zu mir?“ Die ehrlichste Antwort zeigt sich nicht beim Vergleichen auf dem Papier, sondern an einer echten Aufgabe. Auf dem Küchentisch liegen sieben Zettel: „Telefonanschluss kündigen“, „Ummeldung beim Einwohnermeldeamt“, „Kartons für den Keller“, „Möbelwagen bestellen“, „Zeitschrift ummelden“, „Nachsendeantrag“ und einer, auf dem nur „Rest“ steht. Jeder Zettel für sich ist klar. Zusammen ergeben sie kein Bild – nur einen Stapel, der jeden Tag ein bisschen höher wird, weil ständig ein weiterer dazukommt.
Was ChatGPT hier übernimmt
Die sieben Zettel werden zu einem einzigen Absatz abgetippt, so wie sie dastehen, ohne eigene Ordnung. ChatGPT liest das durch und schlägt eine Reihenfolge vor – nicht nach Zufall, sondern danach, was zuerst dran sein muss, weil es Fristen oder Wartezeiten hat. Aus der losen Liste wird ein Ablauf mit vier Abschnitten, den man sich merken kann, ohne den Zettel überhaupt noch zu brauchen.
Ich ziehe in vier Wochen um. Das muss ich noch erledigen: Telefonanschluss kündigen, mich ummelden, Kartons besorgen, einen Möbelwagen bestellen, die Zeitschrift ummelden, einen Nachsendeantrag stellen [und was dir sonst noch einfällt]. Sortiere das nach Dringlichkeit und schlage eine Reihenfolge vor, in der ich es angehen sollte.
Zuerst der Möbelwagen, weil gute Termine oft Wochen im Voraus ausgebucht sind. Parallel dazu der Telefonanschluss, meist mit vierwöchiger Frist. Zwei Wochen vorher: Nachsendeantrag stellen und die Ummeldung vorbereiten. In der letzten Woche: Kartons packen und die Zeitschriften-Adresse ändern.
Was bei dir bleibt
Die Reihenfolge ist ein Vorschlag, keine Vorschrift. Ob der Möbelwagen wirklich zuerst kommt, hängt davon ab, wie viel du selbst trägst und was die Nachbarn übernehmen. Welche Kartons in den Keller wandern und welche in den Container, entscheidest du beim Durchsehen – nicht beim Sortieren der Liste. ChatGPT ordnet, was du ihm nennst; was du ihm nicht nennst, taucht auch nicht auf. Fehlt zum Beispiel der Zettel mit dem Hausarztwechsel, fehlt er auch in der fertigen Liste. Ein zweiter Blick auf die eigenen Unterlagen bleibt deshalb deine Aufgabe, nicht die der KI.
Was KI hier nicht kann.
ChatGPT kennt deine tatsächliche Kündigungsfrist nicht von selbst – nur das, was du ihm dazu sagst. Steht im Telefonvertrag eine Frist von drei statt vier Wochen, bleibt das dein Fund, nicht der der KI. Auch die Reihenfolge selbst kann sich verschieben, wenn der Möbelwagen kurzfristig einen früheren Termin frei hat. Bei jedem Punkt mit echten Folgen – einer Frist, einer Zahlung, einem Termin – lohnt sich deshalb ein Blick in den eigenen Vertrag, bevor du nach der vorgeschlagenen Reihenfolge handelst.
Der Zettelstapel auf dem Küchentisch wird dadurch nicht kleiner. Aber er bekommt eine Reihenfolge – und das reicht oft schon, um anzufangen. Auch die Frage, welche KI am Ende zu dir passt, beantwortet sich nicht am Reißbrett, sondern genau so: an einer echten Aufgabe.

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