Das Rezept landet direkt auf deinem Handy – jetzt noch einfacher ohne PIN
Frage: Kann ich meine Rezepte auch ohne Papier ganz einfach einlösen – zum Beispiel mit dem Handy?
Antwort: Ja. Das ist inzwischen der Standard. Seit Kurzem ist es noch leichter: Mit dem sogenannten „CardLink“-Verfahren hältst du einfach deine Gesundheitskarte an dein Handy, um das Rezept an eine Apotheke zu senden – ganz ohne komplizierte PIN.
Antwort: Ja. Das ist inzwischen der Standard. Seit Kurzem ist es noch leichter: Mit dem sogenannten „CardLink“-Verfahren hältst du einfach deine Gesundheitskarte an dein Handy, um das Rezept an eine Apotheke zu senden – ganz ohne komplizierte PIN.
Rezept ohne Zettel – so funktioniert es heute
Das rosafarbene Papier-Rezept hat weitgehend ausgedient. Dein Arzt speichert die Verordnung sicher auf einem zentralen Server. Du entscheidest dann selbst, wie du es einlöst. Dafür gibt es drei Wege:
- Mit der Karte in der Apotheke (Am einfachsten vor Ort): Du gehst in die Apotheke, steckst deine Gesundheitskarte in das Lesegerät und das Rezept wird abgerufen.
- Per App (Am bequemsten von zu Hause): Du sendest das Rezept per Smartphone an eine Apotheke (zur Vorbestellung oder Boten-Lieferung).
- Papierausdruck: Auf Wunsch bekommst du in der Praxis weiterhin einen Ausdruck mit einem QR-Code.
📌 Tipp: Der Weg über die App spart Zeit und Wege – ideal, wenn du krank im Bett liegst oder Medikamente vorbestellen möchtest, damit du nicht zweimal laufen musst.
Neu seit Ende 2025: App-Nutzung ohne PIN (CardLink)
Lange Zeit war die Hürde für die E-Rezept-App hoch, weil man eine PIN von der Krankenkasse brauchte. Das hat sich geändert. Mit dem CardLink-Verfahren kannst du dich in vielen Apotheken-Apps einfach authentifizieren, indem du deine Gesundheitskarte (eGK) hinten an dein NFC-fähiges Smartphone hältst. Eine PIN ist dafür nicht mehr nötig.
Welche App brauche ich?
| App | Funktion | Vorteil 2026 |
|---|---|---|
| Das E-Rezept (gematik) | Der offizielle Standard. Rezepte verwalten, Familienfunktion nutzen. | Höchster Datenschutz, volle Übersicht über alle Rezepte der letzten 100 Tage. |
| Apotheken-Apps (z.B. gesund.de, Shop Apotheke, DocMorris) | Direkt bestellen, Verfügbarkeit prüfen, Lieferdienste nutzen. | CardLink-Ready: Ermöglicht oft die Nutzung OHNE PIN (nur Karte ans Handy halten). |
Alltagsszenen – wie das E-Rezept hilft
Beispiel
Frau H., 71, ist erkältet und möchte nicht im Wartezimmer sitzen. Nach einem Telefonat mit der Praxis wird das Rezept digital erstellt. Frau H. nutzt eine Apotheken-App, hält ihre Karte ans Handy und bestellt den Hustensaft beim Botendienst ihrer Stammapotheke. Das Medikament wird abends geliefert.
Frau H., 71, ist erkältet und möchte nicht im Wartezimmer sitzen. Nach einem Telefonat mit der Praxis wird das Rezept digital erstellt. Frau H. nutzt eine Apotheken-App, hält ihre Karte ans Handy und bestellt den Hustensaft beim Botendienst ihrer Stammapotheke. Das Medikament wird abends geliefert.
Beispiel
Herr B., 78, ist sich unsicher mit der Technik. Er geht wie gewohnt zu seiner Apotheke um die Ecke. Dort steckt er einfach seine Gesundheitskarte in das Terminal. Die Apothekerin sieht sofort, was der Arzt verschrieben hat. Er braucht kein Smartphone dafür.
Herr B., 78, ist sich unsicher mit der Technik. Er geht wie gewohnt zu seiner Apotheke um die Ecke. Dort steckt er einfach seine Gesundheitskarte in das Terminal. Die Apothekerin sieht sofort, was der Arzt verschrieben hat. Er braucht kein Smartphone dafür.
Beispiel
Frau R. pflegt ihren Mann. Über die „Familienfunktion“ in der offiziellen E-Rezept-App hat sie Zugriff auf seine Rezepte. Sie sieht auf ihrem Handy sofort, wenn der Arzt das neue Dauerrezept für ihren Mann ausgestellt hat, und bestellt es direkt vor.
Frau R. pflegt ihren Mann. Über die „Familienfunktion“ in der offiziellen E-Rezept-App hat sie Zugriff auf seine Rezepte. Sie sieht auf ihrem Handy sofort, wenn der Arzt das neue Dauerrezept für ihren Mann ausgestellt hat, und bestellt es direkt vor.
Sicherheit durch die „ePA für alle“
Seit der Einführung der „Elektronischen Patientenakte für alle“ (ePA) im Jahr 2025 greifen E-Rezept und Sicherheit besser ineinander:
- Automatische Medikationsliste: Eingelöste E-Rezepte werden (sofern du nicht widersprochen hast) automatisch in deiner Akte gespeichert.
- Wechselwirkungs-Check: Ärzte und Apotheker können so schneller sehen, ob sich ein neues Medikament mit deinen bisherigen Tabletten verträgt. Das, was früher Zukunftsmusik war, ist heute ein automatischer Sicherheitsmechanismus.
So richtest du es auf dem Handy ein
Am einfachsten startest du heute über das CardLink-Verfahren:
- Lade eine App deiner Wahl (z. B. „Das E-Rezept“ oder eine Partner-App deiner Apotheke).
- Wähle die Funktion „Anmelden mit Gesundheitskarte“ (manchmal „CardLink“ genannt).
- Du wirst aufgefordert, deine Gesundheitskarte an die Rückseite des Smartphones zu halten.
- Fertig! Du siehst deine offenen Rezepte und kannst sie einer Apotheke zuweisen.
💬 Tipp: Fast alle modernen Smartphones sind „NFC-fähig“ (das ist die Technik, die man auch zum kontaktlosen Bezahlen nutzt). Wenn du unsicher bist, frag deine Enkel oder in der Apotheke nach Hilfe.
Glossar – wichtige Begriffe einfach erklärt
| CardLink | Neues Verfahren, um Rezepte per App einzulösen, indem man die Gesundheitskarte an das Handy hält (ersetzt die PIN-Eingabe). |
| ePA | Elektronische Patientenakte. Hier werden deine E-Rezepte automatisch zur Sicherheit gespeichert (Medikationsplan). |
| NFC | „Near Field Communication“. Die Technik, die in deiner Karte und deinem Handy steckt, damit sie kontaktlos Daten austauschen können. |
| Gematik | Die nationale Agentur für Digitale Medizin, die für die Sicherheit der Apps zuständig ist. |
