Bilder und Videos im Internet sehen oft echt aus – sind es aber nicht immer. Mit wenigen Schritten kannst du Fakes entlarven und dich vor Täuschung schützen.
Kurz & bündig
Frage: Wie erkennst du gefälschte Bilder oder Videos im Internet?
Antwort: Prüfe auffällige Merkmale wie unnatürliche Mimik, seltsame Stimmen oder fehlende Medienberichte. Plattformen wie Mimikama helfen dir, Fakes zu erkennen – einfach, kostenlos und zuverlässig.
Mimikama – Falschmeldungen schnell entlarven
Mimikama ist eine österreichische Plattform, die sich auf das Erkennen und Erklären von Falschmeldungen spezialisiert hat – sehr bekannt auch in Deutschland. Das Team deckt Fake-News, Kettenbriefe, Bildfälschungen und Betrugsversuche auf – in einfacher Sprache, ohne Panikmache.
Wie funktioniert Mimikama?
Tipp
- Suchfunktion nutzen: Gehe auf mimikama.at und gib ein Stichwort ein – z. B. „WhatsApp Enkeltrick“ oder „Deepfake Politiker“.
- Fakes melden: Du kannst verdächtige Inhalte, Bilder oder Kettenbriefe hochladen – das Team prüft den Fall und meldet sich oft per E-Mail.
Typische Fälle, bei denen Mimikama hilft
- Kettenbriefe auf WhatsApp oder Facebook
- Verdächtige Bilder („Das ist gestern passiert!“)
- Aufgeregte Nachrichten („Regierung verbietet XY“)
- Falsche Gewinnspiele oder Superangebote
- Gesundheits-Mythen („Essig heilt Krebs“)
- Neue Formen: Gefälschte Screenshots oder QR-Codes
Deepfakes – wenn Bilder und Stimmen lügen
Ein sogenannter Deepfake ist ein gefälschtes Video oder Audio – oft mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt. Dabei werden Gesichter verändert, Stimmen imitiert oder sogar komplett erfundene Menschen gezeigt.
Gefährlich ist das vor allem, weil Deepfakes heute extrem echt wirken – oft ohne sichtbare Fehler – und starke Gefühle auslösen können.
Typische Merkmale von Deepfakes
| Hinweis | Warum verdächtig? |
|---|---|
| Unnatürliche Lippenbewegungen | Bei älteren Deepfakes sichtbar – heute seltener, aber immer noch ein Anzeichen |
| Starrer oder glatter Gesichtsausdruck | Mimik wirkt gleichmäßig, als wäre sie „gebügelt“ |
| Ton und Mimik passen nicht zusammen | Stimme und Lippen sind nicht synchron |
| Unerwartete Aussagen | Die Person sagt etwas völlig Untypisches oder Unlogisches |
| Künstlicher Hintergrund | Flackernde Details oder verwaschene Übergänge im Bild |
| Neue Realität 2025 | Viele Deepfakes sind heute so gut, dass man sie optisch kaum erkennt. Wichtig ist daher, den Inhalt zu prüfen und seriöse Quellen gegenzuchecken. |
Wie werden Deepfakes erstellt?
Künstliche Intelligenz analysiert echte Videos, z. B. aus Nachrichten oder sozialen Netzwerken. Daraus „lernt“ sie Stimme, Gesichtsausdruck und Bewegungen – und erzeugt neue Inhalte. Früher brauchte man dafür Spezialtechnik, heute reicht oft schon eine App oder ein Online-Dienst.
So schützt du dich konkret
- Frag dich: Würde diese Person das wirklich sagen oder tun?
- Gibt es die Aussage auch in mehreren seriösen Medien?
- Nutze Mimikama, die Google-Bildersuche oder Tools wie InVID zur Überprüfung von Videos.
- Teile verdächtige Inhalte nicht sofort weiter – frag erst jemanden, dem du vertraust.
- Bei Standbildern: Nutze FotoForensics oder ähnliche Analyse-Tools.
Wenn du auf einen Deepfake hereingefallen bist
- Keine Panik – selbst Profis passieren Fehler.
- Sprich mit Familie oder Freund:innen – gemeinsam erkennt man mehr.
- Melde das Video bei YouTube, Facebook, TikTok oder WhatsApp.
- Wenn du selbst betroffen bist (z. B. dein Bild wird missbraucht):
Erstatte Anzeige bei der Polizei.
Sichere Beweise: Screenshots, Links, Zeitangaben.
Alltagsbeispiele
Herr D. (70) bekommt ein Video über WhatsApp: Ein bekannter Arzt warnt angeblich vor einer Impfung. Die Aussagen sind schockierend. Er wird misstrauisch, sucht bei Google – und findet: Das Video ist ein Deepfake. Der Arzt hat das nie gesagt. Herr D. ist erleichtert, nicht darauf hereingefallen zu sein.Frau K. (65) sieht auf Facebook ein kurzes Video, in dem ein Politiker eine radikale Forderung stellt. Das Video wirkt absolut echt. Ein Blick bei Tagesschau und Süddeutscher Zeitung zeigt: Diese Rede hat es nie gegeben – es war ein täuschend echter Deepfake.
Fazit
Was ich dir dazu mitgeben möchte
Falschmeldungen und Deepfakes sind heute schwerer zu erkennen als noch vor wenigen Jahren. Optische Hinweise helfen, reichen aber nicht mehr aus. Prüfe Inhalte immer gegen und nutze Plattformen wie Mimikama oder spezialisierte Tools. Die EU hat mit dem AI Act festgelegt, dass Deepfakes künftig gekennzeichnet werden müssen. Bis das in allen Netzwerken umgesetzt ist, gilt: Wachsam bleiben, Fakten prüfen und dein Bauchgefühl ernst nehmen. Aufklärung ist der beste Schutz gegen Manipulation.
Vertiefende Informationen
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