Selbst-Check: wie sicher ist deine Kommunikation?
Interaktives Training
Der Absender-Trick: Betrüger wissen, dass wir oft nur flüchtig lesen. Ein bekanntes Logo, ein vertrauter Name – schon klicken wir. Hinweis zur Übung: In dieser Simulation nutzen wir Fantasie-Logos. Aber Vorsicht: In der Realität kopieren Betrüger die echten Marken-Logos oft zu 100% perfekt – also immer vorsichtig bleiben.
Teste deinen Blick: Schau dir die Simulation oben genau an. Würdest du dieser E-Mail vertrauen? Findest du das kleine Detail, das den Betrug verrät?
Inhaltsverzeichnis
WhatsApp, E-Mail & Co: So kommunizierst du privat und sicher
Ob ein Foto der Enkel per WhatsApp, die Rechnung per E-Mail oder der kurze Chat mit dem Arzt: Digitale Kommunikation ist unser Alltag. Doch genau hier lauern zwei Gefahren: Betrüger, die sich als Vertraute ausgeben, und Datensammler, die unsere Privatsphäre missachten.
Die Grundregel
E-Mail und normale Messenger sind wie Postkarten: Wer sie unterwegs abfängt, kann sie lesen.
Sende niemals Passwörter, PINs oder Ausweiskopien ungeschützt über diese Kanäle.
1. Messenger: Gibt es ein Leben nach WhatsApp?
WhatsApp ist praktisch, weil „alle dort sind“. Doch in puncto Datenschutz gibt es bessere Alternativen, die keine Daten über dein Verhalten sammeln. Wenn du wirklich privat kommunizieren willst (z. B. mit der Familie), lohnt sich der Wechsel.| Messenger | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Sehr verbreitet, einfach zu bedienen, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. | Gehört zu Meta (Facebook), sammelt Metadaten (wer schreibt wann mit wem). | |
| Signal | Testsieger Sicherheit. Speichert keine Daten, kostenlos, gemeinnützig. | Noch nutzen es weniger Menschen als WhatsApp. |
| Threema | Schweizer Server, komplett anonym (ohne Handynummer nutzbar). | Kostet einmalig ca. 5 €, dafür extrem sicher. |
2. E-Mails: Der „tote Briefkasten“ der Betrüger
E-Mail ist nach wie vor das Einfallstor Nummer 1 für Betrug („Phishing“). Die Masche ist fast immer gleich: Zeitdruck aufbauen („Dein Konto wird gesperrt“) und auf einen Link locken.
Der Sicherheits-Check
Schau nicht auf das Logo in der Mail – das kann jeder kopieren.
Schau auf den echten Absender hinter dem Namen.
Beispiel: Wenn eine Mail von „Amazon Kundendienst“ kommt, aber die Adresse
info@amazon-sicherheit-update24.com lautet, ist es Betrug. Amazon schreibt nur von @amazon.de.
3. Sensible Daten versenden (Der Profi-Trick)
Manchmal müssen wir sensible Daten verschicken: Ein Foto des Personalausweises für den Mietvertrag oder Gesundheitsdaten. Tu dies nie einfach so als Anhang. So machst du es sicher:- Cloud-Link mit Passwort: Lade die Datei in eine sichere Cloud (z. B. Posteo, MagentaCloud) und teile einen Link, der mit einem Passwort geschützt ist.
- Das „2-Kanal-Prinzip“: Schicke den Link per E-Mail, aber das Passwort dazu per SMS oder Signal. Selbst wenn ein Hacker die Mail liest, fehlt ihm das Passwort zum Öffnen.
Unsere Erfahrung
Viele nutzen seit Jahren kostenlose E-Mail-Adressen (wie GMX oder Web.de FreeMail). Das ist okay, aber du „bezahlst“ oft mit Werbung und Datenauswertung. Wir sind vor einiger Zeit zu Anbietern wie Posteo oder ProtonMail gewechselt. Das kostet etwa 1 Euro im Monat. Dafür sind die Postfächer werbefrei, sicher verschlüsselt und liegen auf Servern mit strengem Datenschutz (Deutschland/Schweiz). Für uns ist das ein kleiner Preis für viel Privatsphäre.Kurz & bündig
Frage: Kann ich WhatsApp und Signal gleichzeitig nutzen? Antwort: Ja, absolut. Du musst WhatsApp nicht löschen. Viele nutzen Signal für die enge Familie (Fotos, Privates) und WhatsApp nur noch für Vereine oder Bekannte. So schützt du deine intimsten Daten, ohne den Anschluss zu verlieren.
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