Selbst-Test: Worauf mußt du bei öffentlichen WLANs achten
Interaktives Training
Das Café-Problem: Du sitzt im Café, trinkst Cappuccino und willst kurz Mails checken oder etwas überweisen. Das WLAN ist kostenlos und offen.
Bist du geschützt? Teste oben im Simulator den entscheidenden Unterschied. Würdest du deine Bank-App einfach so öffnen – oder kennst du den „Tunnel-Trick“?
Inhaltsverzeichnis
Warum das Café-WLAN manchmal „Lauschohren“ hat
Öffentliche WLAN-Netze (im Hotel, im Zug oder am Flughafen) sind praktisch, haben aber eine Schwachstelle: Sie sind oft öffentlich. Das bedeutet: Du teilst dir das Netz mit vielen Fremden. Und wenn das Netzwerk nicht gut gesichert ist, können Kriminelle theoretisch mitlesen, was du sendest.Die Postkarten-Regel
Surfen in einem offenen WLAN ist wie das Schreiben einer Postkarte: Jeder, der sie in die Hand bekommt (oder im selben Netz ist), kann den Text lesen.
Für die Wettervorhersage ist das egal. Für deine Passwörter oder Bankdaten ist es gefährlich.
Die Lösung 1: Der digitale Tunnel (VPN)
Wenn du das Hotel-WLAN sicher nutzen willst, brauchst du einen Briefumschlag für deine Postkarte. Digital nennt man das VPN (Virtual Private Network). Ein VPN ist eine App, die du auf deinem Handy startest. Sie baut einen verschlüsselten „Tunnel“ durch das offene WLAN. Selbst wenn ein Hacker im Café sitzt, sieht er nur den Tunnel von außen – aber nicht deine Daten darin.Empfohlene Apps
Du musst kein Technik-Profi sein. Installiere eine dieser Apps, tippe auf „Verbinden“ und warte, bis es grün leuchtet. Erst dann öffnest du deine Banking-App.
- 🛡️ Proton VPN: Seriöser Anbieter aus der Schweiz (hat eine gute kostenlose Version).
- 🛡️ Mullvad VPN: Sehr datenschutzfreundlich, kostet aber eine kleine Gebühr.
Die Lösung 2: WLAN ausschalten (Der Hotspot-Trick)
Manchmal ist die einfachste Lösung die beste. Wenn du gerade kein VPN hast, aber dringend Banking machen musst:- Schalte das WLAN aus.
- Nutze deine normalen mobilen Daten (LTE/5G).
Vorsicht vor „falschen Zwillingen“
Eine beliebte Masche von Betrügern ist der sogenannte „Evil Twin“ (Böser Zwilling). Sie erstellen ein WLAN, das fast genau so heißt wie das echte. Beispiel: Das Hotel-WLAN heißt „Hotel-Gast“. Der Betrüger nennt sein Netz „Hotel-Gast-Gratis“. Wenn du dich versehentlich mit dem falschen Netz verbindest, läuft dein ganzer Datenverkehr über den Computer des Betrügers.Unsere Erfahrung:
Ich war neulich am Flughafen und mein Handy wollte sich automatisch mit einem offenen Netz verbinden. Seitdem habe ich in den Einstellungen die Funktion „Automatisch verbinden“ für offene Netze deaktiviert. Ich entscheide lieber selbst, wann ich ins WLAN gehe. Und wenn ich Bankgeschäfte mache, schalte ich das WLAN kurz aus – das ist mir einfach sicherer.
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- Passwort-Sicherheit & Zwei-Faktor-Authentifizierung
- Muss ich bei Cookies immer auf „Akzeptieren“ klicken?
- Sicher surfen: Browser-Einstellungen & Tracking-Schutz
- Sichere Kommunikation: Messenger, E-Mail & Co.
- Datenschutz in KI-Anwendungen – worauf du achten solltest
- Digitales Erbe – was mit Konten und Daten passiert
