Gesundheitsdaten sicher speichern & im Blick behalten

Medizin
Gesundheitsdaten sicher speichern - Arzt, der Gesundheitsdaten eingibt

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Mit App oder Gesundheitskarte – so behältst du deine Gesundheitsdaten sicher im Blick

Kurz & bündig

Frage: Wie kann ich meine Gesundheitsdaten sicher speichern und jederzeit darauf zugreifen – auch im Notfall?
Antwort: Du kannst wichtige Informationen wie Befunde, Medikamente oder Diagnosen auf deiner elektronischen Gesundheitskarte oder in einer zertifizierten Gesundheits-App speichern. So hast du alles an einem Ort und kannst sie bei Bedarf schnell abrufen oder an Ärzte weitergeben.

Warum digitale Gesundheitsdaten deinen Alltag erleichtern

Kennst du das? Deine Arztunterlagen liegen in verschiedenen Ordnern, die Medikamentenliste ist irgendwo im Schreibtisch und beim Arzttermin fällt dir nicht ein, wann die letzte Impfung war. Digitale Lösungen helfen dir, den Überblick zu behalten. Sie entlasten dich im Alltag und sorgen dafür, dass Ärzte in ernsten Situationen schnell wissen, was wichtig ist.

Keine Sorge
Du brauchst kein technisches Wissen. Viele Apps sind extra für Einsteiger gemacht, und die Einrichtung kannst du auch gemeinsam mit Angehörigen machen.

Was daran ist wirklich KI – und was nicht?

Dieser Abschnitt ist für alle, die es genauer wissen möchten. Wenn dir die reine Anwendung wichtiger ist, kannst du einfach zum nächsten Abschnitt springen. Mehr Hintergründe findest du auch unter KI verstehen.

In Deutschland ist KI bei Gesundheitsdaten noch sehr begrenzt eingesetzt – Datenschutz steht im Vordergrund:

  • Erinnerungsfunktionen: Einfache KI erinnert dich an Medikamenteneinnahme oder Vorsorgetermine basierend auf deinen Eingaben.
  • Trend-Erkennung: Manche Apps können Muster in Blutzuckerwerten oder Blutdruck erkennen und dich warnen.
  • Symptom-Checker: KI-basierte Systeme können bei der Einschätzung von Symptomen helfen (ersetzen aber nie den Arzt).
  • Dokumenten-Erkennung: KI kann Arztbriefe scannen und wichtige Informationen automatisch extrahieren.

Das meiste ist aber noch klassische Datenverwaltung ohne KI – und das ist auch gut so, denn Sicherheit geht vor Komfort.

Was gehört zu deinen Gesundheitsdaten?

  • Arztbefunde: Laborwerte, Röntgenbilder, Untersuchungsergebnisse
  • Medikamentenpläne: Welche Medikamente, in welcher Dosierung, wann
  • Diagnosen: Aktuelle und frühere Erkrankungen
  • Allergien: Medikamenten- und Nahrungsmittelallergien
  • Impfungen: Impfpass mit allen Schutzimpfungen
  • Operationen: Eingriffe und deren Ergebnisse

Deine Möglichkeiten im Überblick

Lösung Was du damit machen kannst Sicherheit
Elektronische Patientenakte (ePA) Befunde, Medikamente, Impfungen speichern und mit Ärzten teilen Höchste Sicherheit in der Telematik-Infrastruktur
Vivy (Gesundheits-App) Dokumente hochladen, Impfpass digitalisieren, Erinnerungen TÜV-geprüft, Ende-zu-Ende-verschlüsselt
Kassen-Apps (DAK, TK, Barmer) Digitale Patientenakte der Krankenkasse verwalten Login über Gesundheitskarte, DSGVO-konform
Notfallinfos auf eGK Blutgruppe, Allergien für Notärzte sichtbar machen Zugriff nur für medizinisches Personal

Praktische Beispiele: So nutzen andere ihre Gesundheitsdaten

Pflege mit Überblick
Frau S., 68 Jahre, pflegt ihren 89-jährigen Vater. „Früher hatte ich ständig Angst, beim Arztbesuch etwas Wichtiges zu vergessen“, erzählt sie. In der Vivy-App dokumentiert sie jetzt alle Arztbesuche, Medikationspläne und Impfungen ihres Vaters. „Bei einem Notfall kann ich dem Arzt sofort alles zeigen – ohne lange zu suchen. Das gibt mir Sicherheit und dem Arzt einen schnellen Überblick.“
Notfall-Sicherheit
Herr L., 76 Jahre, lebt allein und hat mehrere chronische Erkrankungen. Nach einem Schwächeanfall wird er bewusstlos ins Krankenhaus gebracht. „Zum Glück hatte ich meine Notfalldaten auf der Gesundheitskarte gespeichert“, berichtet er später. Der behandelnde Arzt konnte sofort seine Allergien und wichtigsten Medikamente abrufen. „Eine schnelle Behandlung war möglich – ohne gefährliche Rückfragen oder Risiken.“
Medikamenten-Management
Frau K., 72 Jahre, nimmt täglich fünf verschiedene Medikamente. „Ich war ständig unsicher, ob ich alles richtig mache“, sagt sie. Mit der ePA ihrer Krankenkasse hat sie jetzt alle Medikamente digital erfasst und bekommt Erinnerungen. „Mein Hausarzt kann auch direkt sehen, was ich nehme, wenn er neue Medikamente verschreibt. Das verhindert gefährliche Wechselwirkungen.“

Schritt-für-Schritt: So startest du mit digitalen Gesundheitsdaten

  1. Informiere dich bei deiner Krankenkasse: Frage nach der ePA und verfügbaren Apps.
  2. Lade die passende App herunter: Vivy oder die App deiner Krankenkasse.
  3. Richte die App gemeinsam ein: Am besten mit einem Angehörigen oder im Beisein des Hausarztes.
  4. Beginne mit den wichtigsten Daten: Aktuelle Medikamente, Allergien, chronische Erkrankungen.
  5. Ergänze nach und nach: Neue Befunde, Impfungen, Arztberichte hinzufügen.
  6. Teile mit deinem Arzt: Zeige ihm die App und bitte um Unterstützung beim Befüllen.

Besonders wichtig für Angehörige

Wenn du jemanden unterstützt oder pflegst, ist es oft schwer, alle Medikamente, Diagnosen oder Befunde im Kopf zu behalten:

  • Gemeinsame Verwaltung: Du kannst als Angehöriger Zugriff auf die Gesundheitsdaten erhalten
  • Krankenhausaufenthalte: Alle wichtigen Informationen sind sofort verfügbar
  • Notfälle: Rettungskräfte können schnell auf lebenswichtige Daten zugreifen
  • Medikamenten-Sicherheit: Wechselwirkungen werden vermieden

Kosten: Was kostet die digitale Gesundheitsverwaltung?

Die gute Nachricht: Die wichtigsten Funktionen sind kostenlos:

  • Elektronische Patientenakte (ePA): Kostenlos über deine Krankenkasse
  • Vivy: Grundfunktionen kostenlos, Premium-Features ab 2,99€/Monat
  • Kassen-Apps: Komplett kostenlos für Versicherte
  • Notfalldaten auf Gesundheitskarte: Kostenlos beim Hausarzt einrichten lassen
Unser Tipp
Starte mit den kostenlosen Angeboten deiner Krankenkasse. Diese sind meist völlig ausreichend und bieten die höchste Datensicherheit.

Datenschutz: Wie sicher sind deine Gesundheitsdaten?

Gesundheitsdaten sind besonders schützenswert. Hier die wichtigsten Sicherheitsaspekte:

  • Telematik-Infrastruktur: Die ePA läuft über das sicherste Netz im deutschen Gesundheitswesen
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Deine Daten sind während der Übertragung komplett geschützt
  • Zugriffskontrolle: Du entscheidest, wer welche Daten sehen darf
  • Deutsche Server: Alle empfohlenen Apps speichern Daten in Deutschland
  • Löschrecht: Du kannst jederzeit alle Daten löschen lassen
Wichtig
Nutze nur zertifizierte Apps und Dienste. Mehr dazu findest du in unserem Bereich KI & Sicherheit.

Tipps für den Einstieg – so behältst du den Überblick

  • Vivy-App: Funktioniert mit vielen Krankenkassen, erinnert an Vorsorgeuntersuchungen
  • ePA deiner Krankenkasse: Direkter Zugriff auf deine digitale Patientenakte
  • Notfalldaten auf Gesundheitskarte: Bitte deinen Arzt, wichtige Infos zu speichern
  • Regelmäßig aktualisieren: Neue Befunde und Medikamente sofort eintragen

Glossar: Die wichtigsten Begriffe einfach erklärt

Begriff Erklärung
ePA Elektronische Patientenakte – dein persönliches Gesundheitsdossier in digitaler Form.
Telematikinfrastruktur Das sichere Datennetz im deutschen Gesundheitswesen – nur für medizinische Einrichtungen.
Notfalldaten Lebenswichtige Informationen wie Allergien oder Medikamente für Notfälle.
Vivy Eine TÜV-zertifizierte Gesundheits-App zur Verwaltung deiner Gesundheitsdaten.
Gesundheitskarte (eGK) Deine elektronische Krankenkassenkarte – kann auch digitale Daten speichern.
Ende-zu-Ende-Verschlüsselung Höchste Sicherheitsstufe – nur du und der Empfänger können die Daten lesen.

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