Was ist Perplexity?Perplexity ist ein KI-System, das bei jeder Anfrage live im Internet recherchiert und seine Antworten mit Quellenangaben belegt. Es eignet sich besonders für Protokolle, die aktuelle Fakten, rechtliche Hintergründe oder tagesaktuelle Entwicklungen einbeziehen sollen. Die Steuerung läuft vollständig über Texteingabe.
Was Perplexity ist
Perplexity AI wurde 2022 in San Francisco gegründet und hat sich auf eine Funktion spezialisiert, die andere KI-Systeme nicht bieten: Bei jeder Anfrage durchsucht das System in Echtzeit das Internet, liest mehrere Quellen und fasst die Ergebnisse zusammen – mit direkten Verweisen auf die genutzten Quellen. Das unterscheidet Perplexity grundlegend von Claude, ChatGPT oder Gemini, die mit einem festen Wissensstand arbeiten.
Wo Perplexity wirklich beeindruckt
Der entscheidende Vorteil für Protokollarbeit liegt in der Kombination aus Schreiben und Recherchieren: Wenn ein Protokoll nicht nur die Diskussion dokumentieren, sondern auch aktuelle Fakten einbeziehen soll – etwa zur aktuellen Rechtslage, neuen Förderprogrammen oder tagesaktuellen Entwicklungen – erledigt Perplexity beides in einem Schritt. Jede Aussage ist mit einer Quellenangabe verknüpft, die du anklicken und prüfen kannst. Das spart eine separate Recherche-Runde.
Auch für die Nachbereitung von Protokollen ist Perplexity nützlich: Wenn im Meeting Themen aufgetaucht sind, die du im Protokoll präziser ausführen möchtest, kannst du direkt fragen – und bekommst eine belegte Antwort statt einer vagen Einschätzung.
Wo Perplexity Grenzen hat
Perplexity ist kein Schreibassistent im klassischen Sinn. Für die reine Formatierung und Strukturierung langer Protokolltexte sind ChatGPT oder Claude besser geeignet – sie bieten mehr Flexibilität beim Aufbau von Dokumenten. Perplexity kann zudem keine Audiodateien transkribieren. Und wer sehr lange Protokolltexte aus eigenen Notizen ausformulieren möchte, wird schnell merken: Das ist nicht Perplexitys stärkstes Feld.
System-Vergleich
Während Claude besonders stark ist, wenn umfangreiche Dokumente vollständig verarbeitet werden müssen, und ChatGPT punktet, wenn wiederkehrende Formate automatisch angewendet werden sollen, überzeugt Perplexity vor allem dort, wo Protokollinhalte durch aktuelle, belegte Recherche ergänzt werden müssen – und wo jede Aussage nachvollziehbar sein soll.
Typische Nutzungssituationen
Du sitzt im Beirat einer gemeinnützigen Organisation und protokollierst eine Sitzung, in der eine neue Fördermöglichkeit besprochen wurde. Der Name des Programms ist gefallen, aber die genauen Konditionen blieben unklar. Du gibst Perplexity den Programmname und deine Stichpunkte – das System recherchiert die aktuellen Bedingungen und fügt sie mit Quellenangabe direkt ins Protokoll ein. Das Ergebnis ist belegbar und aktuell.
In einem Vereinsvorstand wurde diskutiert, ob eine geplante Maßnahme steuerlich absetzbar ist. Du hast Stichpunkte, aber keine gesicherten Zahlen. Du bittest Perplexity, das Protokoll mit den aktuellen steuerlichen Regelungen zu ergänzen. Das System findet die relevanten Paragraphen, fasst sie verständlich zusammen und gibt dir die Quelle an. Ob die Einschätzung auf deine konkrete Situation zutrifft, prüfst du mit einem Steuerberater – aber der Rechercheschritt ist erledigt.
Nach einer Mitgliederversammlung möchtest du das Protokoll um einen kurzen Hintergrundabschnitt zu einem besprochenen Thema ergänzen – etwa zur aktuellen Situation auf dem Energie- oder Wohnungsmarkt. Statt selbst zu recherchieren, fragst du Perplexity direkt und bekommst eine zusammengefasste, quellengestützte Antwort, die du in das Protokoll einfügen kannst.
Du kannst Protokolle direkt mit Perplexity erstellen – du gibst deine Notizen ein und bekommst einen strukturierten Entwurf mit recherchierten Ergänzungen. Wer den Aufnahmeschritt automatisieren möchte, findet passende Transkriptions-Workflows in der Reihe KI erleben & anwenden >> Apps mit KI.
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Ein „Prompt“ ist die Eingabe, die du an Perplexity schickst – eine Arbeitsanweisung in natürlicher Sprache. Je konkreter du formulierst, desto besser nutzt Perplexity seine Stärke: aktuelle, belegte Antworten zu liefern.
🟢 Zum Kopieren:Erstelle aus folgenden Stichpunkten ein Protokoll einer Vereinssitzung und ergänze aktuelle Informationen wo relevant: Neue SEPA-Lastschriftregelung ab 2026 besprochen, Sommerfest am 14. Juni geplant, Budget 500 Euro, nächste Sitzung am 20. April.
🟢 Zum Kopieren:Erstelle ein formelles Protokoll der Vorstandssitzung des Fördervereins Stadtbibliothek Musterstadt vom 12. März 2026. Anwesend: 6 Personen. Struktur: Begrüßung, Tagesordnungspunkte, Beschlüsse, Nächste Sitzung. Wo du aktuelle Informationen ergänzt, gib bitte die Quelle an. Stichpunkte: Neue Fördermöglichkeit für Bildungseinrichtungen aus dem Bundesprogramm Kultur (Details recherchieren), Sommerfest 14. Juni beschlossen (einstimmig), Budget 500 Euro genehmigt, nächste Sitzung 20. April.
🟢 Zum Kopieren:Du bist Protokollführer für einen gemeinnützigen Verein. Erstelle ein formelles Protokoll der Vorstandssitzung des Fördervereins Stadtbibliothek Musterstadt vom 12. März 2026, 19:00–20:30 Uhr. Anwesend: Vorsitzender Dr. Klaus Weber, Kassenwartin Petra Schäfer, 4 weitere Vorstandsmitglieder. Entschuldigt: Sandra Bauer. Struktur: Begrüßung und Beschlussfähigkeit, nummerierte TOPs, Beschlüsse mit Abstimmungsergebnis, Nächste Schritte. Formuliere sachlich im Präteritum. Wo du Fakten recherchierst, vermerke die Quelle direkt im Text. Erfinde keine Details – markiere Unklarheiten mit [offen]. Stichpunkte: [hier deine Notizen einfügen]
Schnellstart – Schritt für Schritt
Schritt 1: Konto anlegen
- Gehe auf perplexity.ai
- Klicke auf „Sign up“ und melde dich mit E-Mail-Adresse oder Google-Konto an
- Die kostenlose Version ist sofort nutzbar – keine Zahlungsdaten erforderlich
- In der kostenlosen Version stehen täglich 5 sogenannte „Pro Searches“ zur Verfügung – Anfragen mit vertiefter Recherche
Schritt 2: Datenschutz-Einstellung prüfen
- Klicke auf dein Profil-Icon und öffne die Einstellungen
- Deaktiviere die Option zur Nutzung deiner Daten für die KI-Modellverbesserung, wenn du das nicht möchtest
Schritt 3: Erste Eingabe machen
- Tippe deine Anfrage direkt in das Suchfeld auf der Startseite
- Wähle oben „Pro Search“ für tiefere Recherche mit mehr Quellen
- Dokumente kannst du über das Büroklammer-Icon hochladen (Pro-Version)
Schritt 4: Ergebnis prüfen und weiterverarbeiten
- Klicke auf die Quellenangaben im Text, um die Originalquellen zu prüfen
- Korrekturen gibst du als Folge-Anfrage im laufenden Thread ein
- Fertige Protokolle kopierst du per Markieren und Strg+C in dein Textprogramm
Schritt 5: Spaces für wiederkehrende Themen
- Mit der Pro-Version kannst du „Spaces“ anlegen – organisierte Arbeitsbereiche für wiederkehrende Themen oder Projekte
- Dort lassen sich Hintergrundanweisungen und Formatvorgaben hinterlegen, die bei jeder neuen Anfrage im Space automatisch gelten
Typische Stolpersteine – und wie du sie vermeidest
Wenn du ein reines Textprotokoll ohne Recherchebedarf brauchst, ist Perplexity nicht die erste Wahl. Die Formatierungsoptionen sind weniger flexibel als bei ChatGPT oder Claude. Nutze Perplexity gezielt für Protokolle, die Recherche brauchen – für reine Textarbeit wechsle zu einem der anderen Systeme.
(Quelle: panelsai.com, 03/2026)
Die kostenlose Version begrenzt die sogenannten „Pro Searches“ auf 5 pro Tag. Für eine intensive Protokollsitzung mit mehreren Recherche-Anfragen reicht das schnell nicht aus. Plane deine Anfragen im Voraus oder wechsle zur Pro-Version für 20 USD/Monat, die unbegrenzte Pro Searches bietet.
(Quelle: panelsai.com, 03/2026)
Perplexity kann deine Eingaben standardmäßig für die Verbesserung der KI-Modelle nutzen. Das lässt sich in den Einstellungen deaktivieren – aber es passiert nicht automatisch. Deaktiviere die Option direkt nach dem Anlegen deines Kontos. Für vertrauliche Protokollinhalte gilt: Verwende entweder anonymisierte Fassungen oder prüfe die Enterprise-Version, die Training mit Kundendaten vertraglich ausschließt.
(Quelle: perplexity.ai/privacy-policy, 02/2026)
Was ist neu?
Ende Februar 2026 hat Perplexity „Computer“ vorgestellt – ein System, das komplexe Aufgaben in Teilschritte aufteilt und verschiedene KI-Modelle gleichzeitig koordiniert. Für die Protokollarbeit ist das noch nicht direkt relevant, zeigt aber die Entwicklungsrichtung: Perplexity bewegt sich von der reinen Suche hin zu agentenbasierter Aufgabenbearbeitung. Computer ist derzeit nur in der Max-Version ($200/Monat) verfügbar.
Quelle: sentisight.ai, 02/2026
Perplexity hat seinen Deep Research-Modus ausgebaut: Er erstellt jetzt längere, mehrstufige Berichte aus mehreren Quellen – nützlich, wenn ein Protokoll durch einen ausführlicheren Hintergrundabschnitt ergänzt werden soll.
Quelle: screenapp.io, 02/2026
Recherche-Stand: 03/2026
Wichtige Hinweise
Die kostenlose Version ist sofort nutzbar und bietet täglich 5 tiefere Recherche-Anfragen (Pro Searches) sowie die Basis-Suchfunktion.
Pro kostet 20 USD/Monat (oder 200 USD/Jahr, entspricht ca. 16,70 USD/Monat) und bietet unbegrenzte Pro Searches, Datei-Uploads und Zugang zu mehreren KI-Modellen.
Enterprise Pro kostet 40 USD/Nutzer/Monat und richtet sich an Teams mit Datenschutzanforderungen und zentraler Verwaltung.
(Stand: 03/2026, Quellen: perplexity.ai/enterprise, panelsai.com)
Perplexity hat seinen Sitz in den USA; Daten werden auf Servern von Amazon Web Services verarbeitet. Das Unternehmen ist am EU-US Data Privacy Framework beteiligt und bietet Standard Contractual Clauses für EU-Datentransfers. Die DSGVO-Konformität wird von Perplexity selbst behauptet, ist aber nicht durch eine unabhängige EU-Behörde geprüft worden.
In der kostenlosen und Pro-Version können Eingaben für die Modellverbesserung genutzt werden – das lässt sich in den Einstellungen deaktivieren, ist aber nicht vertraglich garantiert. Für vertrauliche Protokollinhalte solltest du entweder anonymisierte Fassungen verwenden oder auf die Enterprise-Version setzen, die Training mit Kundendaten vertraglich ausschließt.
(Quellen: perplexity.ai/privacy-policy, heydata.eu, 03/2026)
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