Grenzen von KI kennen – typische Fehleinschätzungen vermeiden

Kapitel 13

Inhalt

Warum KI nicht alles weiß, nicht alles versteht – und du trotzdem verantwortlich bleibst

Kurz & bündig:
KI kann dich im Beruf unterstützen – aber nicht ersetzen. Sie liefert Texte, Vorschläge und Zusammenfassungen, doch oft mit Lücken, Fehlern oder Scheinwissen. In diesem Kapitel erfährst du, wo KI-Tools an ihre Grenzen stoßen – und worauf du achten solltest.

Was ist das Problem?

Viele Menschen schreiben der KI mehr zu, als sie tatsächlich leistet. Weil Tools wie ChatGPT oder Copilot so flüssig formulieren, entsteht der Eindruck, sie wüssten „alles“. Doch in Wahrheit basiert jede Antwort auf Wahrscheinlichkeiten, nicht auf echtem Verständnis oder Faktenwissen.

Gerade im beruflichen Kontext ist das gefährlich: Falsche Zahlen, erfundene Quellen oder schlecht zusammengefasste Protokolle können zu Fehlentscheidungen führen. Wenn du diese unreflektiert weitergibst, haftest du im Zweifel für den Inhalt.

Warum betrifft es dich?

Wenn du mit KI arbeitest – sei es für Texte, E-Mails, Übersetzungen oder Präsentationen – trägst du Verantwortung für das Ergebnis. Du musst wissen, dass KI-Tools:

  • nicht prüfen, ob etwas stimmt,
    sondern einfach passende Worte zusammensetzen.
  • manchmal Dinge erfinden („halluzinieren“),
    besonders bei Quellen oder Fachbegriffen.
  • keine moralische oder rechtliche Bewertung vornehmen,
    sondern nur Sprache nachahmen.
Beispiel
Du lässt dir von einer KI eine Zusammenfassung eines Gesetzestextes erstellen. Der Text klingt plausibel, enthält aber mehrere Fehler – z. B. wird ein veralteter Passus als gültig dargestellt. Du übernimmst ihn in einen Info-Flyer für Kunden – mit rechtlichen Folgen.

Was kannst du tun?

  • Ergebnisse immer überprüfen
    Lies alles kritisch durch, vergleiche es mit Originalquellen – besonders bei rechtlichen, finanziellen oder sensiblen Inhalten.
  • Keine Quellenangaben übernehmen, ohne sie zu prüfen
    Viele KI-Tools erfinden Zitate, URLs oder Studien. Gib nichts weiter, was du nicht selbst kontrolliert hast.
  • Kritisch bleiben bei neutral klingenden Aussagen
    KI kann Aussagen in schönem Ton verfassen – aber sie kennt keine Zwischentöne, Kontexte oder Ironie.
  • KI als Werkzeug sehen, nicht als Autorität
    Nutze sie zur Unterstützung, aber nicht zur Entscheidung – die liegt bei dir.

Typische Fehler vermeiden

  • „Das klang so professionell“
    Guter Stil ist nicht gleichbedeutend mit richtigem Inhalt – auch Fehler klingen flüssig.
  • „Das stand in der Quelle“
    KI kann sich vermeintliche Quellen ausdenken – immer gegenprüfen!
  • „KI ist neutral“
    Auch KI basiert auf Daten mit Meinungen, Vorurteilen und Lücken – sie kann unbewusst beeinflussen.
Merksatz
KI liefert Vorschläge, keine Wahrheiten. Verantwortung für Richtigkeit, Ton und Wirkung trägst du.

📘 Glossar

Begriff Erklärung
Halluzination Fachbegriff für erfundene Inhalte, die KI-Tools manchmal ausgeben – z. B. falsche Quellen, Zahlen oder Fakten.
Prompt Der Texteingabe-Befehl, den du einer KI gibst – beeinflusst direkt die Antwortqualität.
Verantwortlichkeit Auch wenn du KI nutzt, bleibst du für Inhalt, Tonfall und Korrektheit der Aussage verantwortlich.
Sprachmodell Ein KI-System, das auf Basis großer Textmengen trainiert wurde, um passende Antworten zu generieren.

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