Digitales Erbe – was mit Konten, Fotos und Cloud-Daten passiert

1 - KI & Sicherheit | Deine Daten schützen
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neu, Simulator

Selbst-Check: Digitales Erbe

Interaktives Training

Das Gedanken-Experiment: Wir schreiben Testamente für das Haus und das Sparbuch. Aber was passiert mit den 5.000 Fotos auf deinem Handy, wenn du morgen nicht mehr da bist?

Teste den Unterschied: Versuche oben im Simulator, den Tresor einmal mit und einmal ohne Vorbereitung zu öffnen. Du wirst sehen: Ohne den richtigen digitalen Schlüssel bleiben die Türen für immer zu.

Warum deine Erben vor verschlossenen Türen stehen könnten

Es ist ein hartes Thema, aber ein wichtiges: Wenn dir etwas passiert, erben deine Angehörigen rechtlich zwar dein Smartphone – aber nicht automatisch den Zugriff darauf. Die Verschlüsselung moderner Geräte ist so sicher, dass selbst Apple oder Google sie nicht knacken können (und aus Datenschutzgründen oft auch gar nicht dürfen).

Das Problem
Ohne PIN oder Passwort sind deine Fotos, Chatverläufe und E-Mails oft unwiderruflich verloren. Das Gerät muss zurückgesetzt werden, und alle Daten werden gelöscht.

Die Lösung: Der „Nachlasskontakt“ (Einmal einrichten, für immer beruhigt)

Die großen Technologie-Firmen haben das Problem erkannt. Du kannst heute schon festlegen, wer im Ernstfall Zugriff bekommen darf. Das ist wie ein Zweitschlüssel, der erst im Todesfall funktioniert.

Gerät / AnbieterSo richtest du es einWas passiert dann?
iPhone (Apple)Einstellungen → (Dein Name ganz oben) → Anmeldung & Sicherheit → Nachlasskontakt. Wähle eine Vertrauensperson aus.Die Person bekommt einen digitalen Zugriffsschlüssel. Mit diesem (und der Sterbeurkunde) kann sie deine Fotos und Daten bei Apple anfordern.
Google (Android)Suche im Browser nach „Google Kontoinaktivität-Manager“.Du legst fest: „Wenn ich mein Konto 3 Monate nicht nutze, sende eine Mail an meine Tochter und gib ihr Zugriff auf meine Fotos.“

Die analoge Sicherheitsliste (Der Papier-Trick)

Nicht alles liegt bei Apple oder Google. Was ist mit Amazon, PayPal oder dem Stromanbieter? Hier hilft eine Methode, die altmodisch klingt, aber am sichersten ist.

  • Die Liste: Schreibe deine wichtigsten Zugangsdaten (Benutzername & Passwort) oder das Master-Passwort für deinen Passwort-Manager auf ein Blatt Papier.
  • Der Ort: Lege diese Liste an einen sicheren Ort (z. B. Geldkassette oder Ordner „Wichtige Dokumente“), den deine Vertrauensperson kennt.
  • Wichtig: Schreibe Passwörter nicht direkt ins Testament! Ein Testament wird eröffnet und ist für viele lesbar. Ein Hinweis im Testament („Zugangsdaten liegen im Ordner X“) reicht völlig.

Was ist mit laufenden Kosten?
Digitale Abos (Netflix, Zeitungs-Apps, Cloud-Speicher) laufen oft weiter.

Tipp für Angehörige: Ein Blick auf die Kontoauszüge der letzten 12 Monate ist oft der schnellste Weg, um alle laufenden Abos zu finden und zu kündigen.

Unsere Erfahrung:

Wir haben das Thema lange vor uns hergeschoben („Das hat ja noch Zeit“). Aber dann haben wir uns irgendwann durchgerungen und es hat nicht länger als 1 Minute gedauert – ich habe genau die hier beschriebenen Schritte ausgeführt und im Browser „Google Kontoinaktivität-Manager“ gesucht und dann die Email Adresse meines Mann und unserer Tochter eingetragen. 

Es ist ein gutes Gefühl zu wissen: Wenn mir etwas passiert, gehen die Urlaubserinnerungen und Familienfotos nicht verloren. Meine Familie muss nicht mit dem Kundendienst streiten, sondern hat den digitalen Schlüssel schon in der Hand.

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