Kettenbriefe bei WhatsApp – wie KI sie noch gefährlicher macht

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Interaktiver Check: worauf muß man bei WhatsApp Kettenbriefen achten

Interaktives Training Der Impuls-Test: Wir alle wollen unsere Liebsten schützen. Wenn eine Warnung auf dem Handy aufblinkt („Achtung, Gift!“), ist der erste Impuls: Weiterleiten. Bremse treten: In der Simulation oben sehen Sie eine typische Panik-Nachricht. Finden Sie das kleine Detail, das verrät, dass es sich um eine Massen-Falschmeldung handelt?

Gut gemeint, aber gefährlich: Warum Sie nicht mehr alles weiterleiten sollten

Früher erkannte man Kettenbriefe leicht: Sie waren voll von Rechtschreibfehlern, GROSSBUCHSTABEN und wilden Ausrufezeichen!!!!!! Heute hat sich das Blatt gewendet. Dank Künstlicher Intelligenz (KI) sind Falschmeldungen grammatikalisch perfekt, emotional formuliert und oft mit täuschend echten Bildern versehen.
Die goldene Regel Sobald eine Nachricht den Satz enthält: „Bitte sofort an alle weiterleiten!“, ist sie zu 99 % eine Fälschung. Seriöse Warnungen (Polizei, Wetterdienst) bitten niemals um virale Verbreitung per WhatsApp, sondern verweisen auf offizielle Quellen.

Das verräterische Symbol: Der Doppelpfeil

WhatsApp hat eine Funktion eingebaut, um Massen-Spam zu erkennen, die viele Nutzer übersehen. Achten Sie auf den oberen Rand der Sprechblase.
Symbol Bedeutung Handlungsempfehlung
Ein Pfeil (↪️) Die Nachricht wurde weitergeleitet (kommt nicht direkt vom Absender). Inhalt kritisch lesen.
Doppelpfeil (↪️↪️) „Häufig weitergeleitet“ Diese Nachricht ging schon durch tausende Handys. Es ist ein viraler Kettenbrief. Alarmstufe Rot. Nicht weiterleiten. Die Wahrscheinlichkeit für Fake News ist extrem hoch.

Warum KI die Gefahr erhöht

Früher waren gefälschte Warnungen oft textbasiert. Heute nutzen Betrüger bildgenerierende KIs (wie Midjourney), um „Beweisfotos“ zu erstellen. Ein Bild von angeblich vergifteter Schokolade oder brennenden E-Autos ist in Sekunden erstellt und wirkt täuschend echt [3].
Profi-Werkzeug für Einsteiger Sie haben ein dramatisches Bild erhalten? Prüfen Sie es mit der Google Rückwärtssuche. 1. Speichern Sie das Bild aus WhatsApp in Ihrer Galerie. 2. Öffnen Sie die Google-App (oder images.google.com) und klicken Sie auf das kleine Kamera-Symbol. 3. Laden Sie das Bild hoch. Das Ergebnis: Oft sehen Sie sofort, dass das Bild eigentlich Jahre alt ist oder aus einem ganz anderen Land stammt [4].

Was tun, wenn Freunde Panik verbreiten?

Es ist oft ein Verwandter oder eine gute Freundin, die den Kettenbrief schickt. Sie tun dies aus Sorge, nicht aus Böswilligkeit. Wie reagieren Sie richtig, ohne zu belehren?
  • Unterbrechen Sie die Kette: Leiten Sie die Nachricht auf keinen Fall weiter. Auch nicht „zur Sicherheit“.
  • Melden: In WhatsApp können Sie die Nachricht lange drücken, auf die drei Punkte oben gehen und „Melden“ wählen [5].
  • Aufklären: Schicken Sie keinen Screenshot zurück (das verbreitet das Bild nur weiter). Antworten Sie lieber mit einem Link zu einem Faktencheck.

Unser Experten-Tipp

  Wenn Sie unsicher sind, ob an einer Geschichte etwas dran ist, nutzen Sie die Webseite Mimikama.at. Dieser Verein aus Österreich („Zuerst denken – dann klicken“) ist spezialisiert auf WhatsApp-Mythen. Geben Sie einfach drei Stichworte aus der Nachricht in deren Suche ein (z. B. „WhatsApp wird kostenpflichtig“). Meistens finden Sie dort sofort die Entwarnung [2].

Kurz & bündig

Frage: Kann mein Handy einen Virus bekommen, nur weil ich die Nachricht öffne? Antwort: Bei reinem Text und Bildern: Nein. Gefährlich wird es erst, wenn Sie auf einen blauen Link in der Nachricht klicken, der Sie auf eine fremde Webseite führt. Lesen und Anschauen allein ist bei modernen Smartphones meist sicher.

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