Wer einen Bibliotheksausweis hat, kann über die Onleihe-App kostenlos eBooks, Hörbücher und Zeitschriften ausleihen – darunter Spiegel, FAZ und das test-Magazin.
Musik, Podcasts & Hörbücher
Die Onleihe ist das digitale Angebot deiner Stadtbibliothek: eBooks, Hörbücher, Zeitschriften und Tageszeitungen – alles kostenlos mit gültigem Bibliotheksausweis. Die App gibt es für iPhone und Android. Ausleihen dauert 21 Tage, danach läuft der Zugriff automatisch ab, ohne Rückgabestress. Wer noch keinen Bibliotheksausweis hat: Er kostet in den meisten Städten zwischen 5 und 20 Euro im Jahr – und zahlt sich bereits nach dem ersten test-Magazin aus.
Eine riesige Auswahl – ohne Gang in die Bücherei
Die Stadtbibliothek ist gut 20 Minuten zu Fuß entfernt, und das Buch das man haben möchte ist gerade ausgeliehen. Was viele nicht wissen: Dieselbe Bibliothek hat seit Jahren ein digitales Regal das rund um die Uhr geöffnet ist – mit tausenden eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und sogar aktuellen Tageszeitungen. Alles kostenlos, alles legal, alles auf dem Handy oder Tablet.
Das Angebot ist breiter als man erwartet. Neben Romanen und Sachbüchern findet man den aktuellen Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die FAZ und Wochenzeitschriften wie Brigitte – meist am selben Tag oder kurz nach Erscheinen. Und das test-Magazin der Stiftung Warentest: Wer es bisher nur kaufte wenn eine große Anschaffung anstand, kann es über die Onleihe jederzeit kostenlos lesen.
Schritt 1 – Bibliotheksausweis besorgen: Wer noch keinen hat, kann ihn in der örtlichen Stadtbibliothek beantragen – oft auch online. Die Jahresgebühr liegt je nach Stadt zwischen 5 und 20 Euro, manche Bibliotheken sind komplett kostenlos (besonders häufig für Personen ab 60 oder für alle). Einfach auf der Website der eigenen Stadtbibliothek nachschauen.
Schritt 2 – App herunterladen: Die App heißt Onleihe und ist kostenlos.
- iPhone: App Store öffnen → oben in das Suchfeld „Onleihe“ eintippen → App mit dem grünen Bücher-Symbol auswählen → Laden antippen.
- Android: Google Play Store öffnen → oben „Onleihe“ suchen → App auswählen → Installieren antippen.
Schritt 3 – Bibliothek auswählen und anmelden: Die App beim ersten Start nach dem Wohnort oder der Bibliothek fragen. Unter den Ergebnissen die eigene Stadtbibliothek auswählen – sie erscheint in einer Liste. Dann mit den Zugangsdaten des Bibliotheksausweises (Ausweisnummer und Passwort) einloggen. Wer das Passwort nicht kennt, kann es auf der Website der Bibliothek zurücksetzen lassen.
Schritt 4 – Stöbern, ausleihen, lesen oder hören: In der App gibt es Kategorien (Romane, Sachbücher, Hörbücher, Zeitschriften) und eine Suche. Wer einen Titel gefunden hat, tippt auf Ausleihen – das Medium wird heruntergeladen und ist dann 21 Tage lang verfügbar, auch offline. Hörbücher laufen direkt in der App. eBooks öffnen sich ebenfalls in der Onleihe-App, optional auch in anderen Lese-Apps wie Tolino oder Adobe Digital Editions.
Nicht jede Bibliothek nimmt an der Onleihe teil – und das Angebot unterscheidet sich von Verbund zu Verbund. Niedersachsen hat über NBib24 eine besonders breite Auswahl, andere Bundesländer sind ähnlich aufgestellt. Tageszeitungen lassen sich oft nur wenige Stunden lesen (Lizenzregelung der Verlage), eBooks und Hörbücher sind 21 Tage verfügbar. Ist ein begehrter Titel gerade ausgeliehen, kann man sich vormerken lassen – sobald er frei wird, kommt eine E-Mail-Benachrichtigung.
Vor Reiseantritt lohnt es sich, ein paar Titel übers WLAN herunterzuladen – dann laufen sie unterwegs auch ohne Netz. Wer das test-Magazin noch nicht kennt: Es ist eines der meistgenutzten Angebote in der Onleihe. Produkttests zu Fernsehern, Kopfhörern, Matratzen oder Zahncremes – neutrale Bewertungen, keine Werbung, jederzeit kostenlos abrufbar sobald man Zugang hat.
Die Rückgabe passiert automatisch: Nach 21 Tagen läuft der Zugriff still ab, ohne dass man etwas tun muss – und ohne Mahngebühren. Wer einen Titel weiterlesen möchte, leiht ihn einfach erneut aus.
Ein Unterschied zu Audible und Co.: Die Onleihe hat bislang kein Empfehlungssystem das persönliche Vorlieben analysiert. Man sucht selbst – was auch seinen Vorteil hat: Keine Algorithmen, keine Werbung, keine Datenauswertung.
Wer jetzt überlegt ob er überhaupt noch ein gedrucktes Buch braucht: Beide Formen können gut nebeneinander existieren – das Digitale zum Entdecken und Stöbern, das Gedruckte zum Anfassen und Ins-Regal-Stellen.
