Erste Schritte mit KI
Serie: Erste Schritte mit KI · Beitrag 2 von 10
Welches System soll ich nehmen?
Für den Einstieg ist das fast egal – alle vier großen Systeme (ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot) können Fragen beantworten, Texte schreiben und erklären. Sie unterscheiden sich im Detail, aber nicht so stark, dass die Wahl beim ersten Ausprobieren eine Rolle spielt. Nimm einfach das, womit du zuerst in Berührung kommst.
Vier Namen – ein Prinzip
Wer anfangs noch gar nicht mit KI zu tun hatte, lernt die Namen meistens durch Zufall kennen – durch einen Artikel, ein Gespräch, eine Werbung. Dann kommen plötzlich noch mehr Namen dazu und es ist nicht mehr klar, was was ist. Das Gute: Es gibt im Grunde vier große Systeme, die die meisten meinen, wenn sie von KI sprechen. Und alle vier funktionieren nach demselben Prinzip.
Die vier, die man kennen sollte
ChatGPT ist das bekannteste System – entwickelt von einem amerikanischen Unternehmen namens OpenAI. ChatGPT hat KI einem breiten Publikum bekannt gemacht und ist nach wie vor das System, das die meisten zuerst ausprobieren. Es gibt eine kostenlose Version und eine bezahlte.
Claude kommt von Anthropic, ebenfalls einem amerikanischen Unternehmen. Claude gilt als besonders sorgfältig im Umgang mit Fragen und antwortet oft etwas länger und ausführlicher als andere. Auch hier gibt es eine kostenlose Version.
Gemini ist Googles KI – wer also ein Google-Konto hat, kann Gemini ohne neue Anmeldung ausprobieren. Das ist für viele der einfachste Einstieg, weil das Konto schon vorhanden ist.
Copilot steckt in Microsoft-Produkten – wer also Word, Outlook oder Windows nutzt, wird Copilot früher oder später begegnen. Für Menschen, die ohnehin schon mit Microsoft-Produkten arbeiten, ist das oft der naheliegende Einstieg.
Es gibt weit mehr als vier KI-Systeme – Perplexity, Meta AI, Mistral und viele weitere. Seit 2025 macht auch Grok von sich reden – entwickelt von Elon Musks Unternehmen xAI und eng mit der Plattform X (früher Twitter) verbunden. Für den Einstieg ist es sinnvoll, bei einem der vier bekannten Systeme zu bleiben. Wer später neugierig wird, kann immer noch wechseln oder weitere ausprobieren.
Was alle gemeinsam haben
Alle vier Systeme funktionieren gleich: Man schreibt eine Nachricht, das System antwortet. Man kann die Antwort kommentieren, nachfragen, korrigieren lassen. Es gibt kein Formular auszufüllen, keine Menüs zu navigieren. Es ist ein Gespräch – per Text, manchmal auch per Sprache.
Alle vier können Fragen beantworten, Texte schreiben, erklären, zusammenfassen, übersetzen und beim Nachdenken helfen. Die Unterschiede liegen im Stil der Antworten, in der Geschwindigkeit und darin, wie gut sie bestimmte Aufgaben erledigen – aber das sind Feinheiten, die für den Anfang keine Rolle spielen.
Kein KI-System bindet einen dauerhaft. Wer mit ChatGPT anfängt und später lieber Claude nutzt, kann einfach wechseln – kein Datenübertrag, keine Kündigung. Es ist wie bei Suchmaschinen: Wer jahrelang Google genutzt hat, kann morgen Bing ausprobieren und übermorgen zurückwechseln.
Als nächstes: Alle vier Systeme kann man kostenlos ausprobieren – aber kostenlos bedeutet nicht unbegrenzt. Was man gratis bekommt, wo die Grenzen liegen und wann sich ein Abo lohnt, zeigt der nächste Beitrag.
