Was du eingeben kannst – und was lieber nicht
Darf ich KI benutzen, ohne meine privaten Daten preiszugeben?
Ja. Du kannst KI gut nutzen, wenn du keine sensiblen persönlichen Daten eingibst. Für einfache Fragen, Formulierungen, Erklärungen oder Übungstexte ist das meist unproblematisch. Vorsichtig solltest du bei Namen, Adressen, Gesundheitsdaten, Verträgen, Kontonummern und Fotos von anderen Menschen sein.
Viele Menschen fragen sich: Was passiert eigentlich mit dem, was ich in ChatGPT, Gemini, Claude oder ein anderes KI-System schreibe? Die kurze Antwort lautet: Es kommt auf den Dienst, den Tarif und die Einstellungen an. Manche Anbieter nutzen Eingaben, um ihre Systeme zu verbessern. Bei anderen kann man das einschränken oder ausschalten.
Für den Anfang musst du nicht alle Datenschutzdetails kennen. Eine einfache Regel hilft schon sehr:
Schreibe nichts in eine KI, was du nicht auch einer fremden Person vorlesen würdest.
Was meistens unproblematisch ist
Du kannst die KI bitten, einen schwierigen Begriff zu erklären, einen Brief freundlicher zu formulieren oder eine Einkaufsliste zu sortieren. Auch erfundene Beispiele sind gut: Statt den echten Namen und die echte Adresse zu schreiben, nimmst du Platzhalter wie „Name“, „Adresse“ oder „meine Krankenkasse“.
Wo du vorsichtig sein solltest
Gib keine vollständigen Namen, Adressen, Telefonnummern, Passwörter, Kontodaten, Versicherungsnummern oder Arztbriefe ein. Bei privaten Fotos, fremden Dokumenten oder Familienangelegenheiten ist Zurückhaltung besser. Wenn du unsicher bist, schwärze Details oder beschreibe die Situation allgemein.
Ein Beispiel
Nicht so:
„Hier ist mein vollständiger Rentenbescheid mit Name, Adresse und Versicherungsnummer. Erkläre ihn mir.“
Besser:
„Ich habe einen Rentenbescheid bekommen. Welche Begriffe kommen darin oft vor, und welche Fragen könnte ich bei der Rentenversicherung stellen?“
Einstellungen können helfen
Viele KI-Dienste haben Datenschutz- oder Datenkontroll-Einstellungen. Dort kannst du prüfen, ob deine Gespräche zur Verbesserung des Dienstes verwendet werden. Die Menüs heißen je nach Anbieter unterschiedlich, zum Beispiel „Datenschutz“, „Datenkontrollen“, „Training“ oder „Personalisierung“.
Was du dir merken kannst
KI ist kein Tagebuch und kein sicherer Tresor. Sie ist eher wie eine sehr geduldige Hilfe am Tisch. Du kannst sie viel fragen. Aber du entscheidest, welche privaten Informationen du mit an den Tisch legst.
